Anlagen bleiben wegen Astbruchgefahr zu
Ein sicherer Betrieb der Waldseilparks Wasserfallen und Rheinfelden ist angesichts der anhaltenden Trockenheit derzeit nicht möglich. Bis auf Weiteres sind beide Anlagen geschlossen.
Fiona Findlay
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Anlagen bleiben wegen Astbruchgefahr zu
Ein sicherer Betrieb der Waldseilparks Wasserfallen und Rheinfelden ist angesichts der anhaltenden Trockenheit derzeit nicht möglich. Bis auf Weiteres sind beide Anlagen geschlossen.
Fiona Findlay
Die Trockenheit des Sommers 2026 macht einen sicheren Betrieb der Waldseilparks in Rheinfelden und Wasserfallen unmöglich. Seit vergangenem Samstag bleiben die Anlagen vorübergehend geschlossen. Die Adventure Coaching & Rope Solutions GmbH, die beide Seilparkanlagen betreibt, erlebt damit eine aussergewöhnliche Situation: Eine solche Schliessung musste bisher noch nie vorgenommen werden.
Der Entscheid fiel am Freitagnachmittag. Ausschlaggebend war die zunehmende Gefahr durch herabfallende Äste und die Instabilität einzelner Bäume, wie die Verantwortlichen auf Anfrage erklären. Verschärft habe sich die Situation in den vergangenen Wochen. Seit rund einem Monat beobachtete der Betreiber die Entwicklung und führte zunehmend intensive Baumkontrollen durch. Nun sei ein Punkt erreicht, an dem eine präventive Schliessung unumgänglich geworden sei. Laut den Verantwortlichen des Seilparks schätzten auch externe Sachverständige die Gefahr durch herabfallende Äste als hoch ein.
Sicherheit hat Priorität
Dass diese Gefahr nicht nur theoretischer Natur ist, zeigten bereits beobachtete Astabbrüche. Zwar kam es in den Waldseilparks selbst zu keinen entsprechenden Vorfällen, ausserhalb der Anlagen seien jedoch im umliegenden Wald schon Äste abgebrochen, so die Betreiber. Teilweise hatten diese einen Durchmesser von bis zu 20 Zentimetern. Die Schliessung sei daher eine reine Vorsichtsmassnahme. Es gehe darum, Unfälle möglichst zu vermeiden. Der Schutz der Natur, der Kundschaft und der Mitarbeitenden habe für das Unternehmen oberste Priorität.
Wann die beiden Anlagen wieder öffnen können, bleibe derzeit unklar. Eine Wiedereröffnung komme erst infrage, wenn baumpflegerische Abklärungen wieder eine ausreichende Sicherheit ergäben. Auch die Wetterentwicklung spiele dabei eine entscheidende Rolle. Wie viel Niederschlag zur Erholung der Situation tatsächlich notwendig ist, sei aktuell schwer einzuschätzen.
Für den Waldseilpark in Rheinfelden könnte die Zeit bis zur Wiedereröffnung weniger lang ausfallen. Dort sei das Gelände flacher, weshalb das Wasser besser versickern könne. Daher gehen die Betreiber davon aus, dass sich die Bedingungen schneller verbessern könnten als im Waldseilpark auf der Wasserfallen.
Die Hitze und die Trockenheit setzen den Bäumen zunehmend zu. Die Betreiber beobachten die Anlagen daher genauer und häufiger, um Unfälle zu verhindern und Gefahren möglichst vorherzusehen. Erst wenn sie grünes Licht geben, werden die ersten Besucherinnen und Besucher wieder über die Waldparcours klettern können.