Wahlplakate
03.11.2026 BRIEFEWo bleibt nur die Klarheit
Wirkt die neue Art der heutigen Plakatflut vor der bevorstehenden Volksabstimmung eher verwirrend als klärend und erschwert sie somit eine sinnvolle Meinungsbildung?
Noch vor wenigen Jahren war auf sämtlichen ...
Wo bleibt nur die Klarheit
Wirkt die neue Art der heutigen Plakatflut vor der bevorstehenden Volksabstimmung eher verwirrend als klärend und erschwert sie somit eine sinnvolle Meinungsbildung?
Noch vor wenigen Jahren war auf sämtlichen Wahlplakaten die Meinung der jeweiligen Parteien klar mit Logos und Schriftzügen gekennzeichnet. Somit war beim Vorbeifahren mit dem Fahrzeug deutlich ersichtlich, welche Partei welche Meinung vertrat. Jede und jeder Stimmberechtigte wusste, wofür er oder sie stimmen wollte und sollte. Es war sofort klar, welche Partei auf der linken oder rechten Seite stand.
Heute weiss man bei der Mehrheit der aufgehängten Abstimmungsplakate kaum noch, ob die Parolen von der linken oder der rechten Seite unterstützt werden. Eine klare Bezeichnung der Parteien ist heute oft nur noch mit einer guten Brille oder überhaupt nicht mehr zu erkennen. Eine eingehende und meinungsbildende Information über die bevorstehenden Abstimmungen ist leider nahezu nur noch über Radio, Fernsehen oder Zeitungsartikel möglich.
Bei dieser Art der Information werden Parolen und Meinungen leider eher linkslastig weitergegeben. Sehr viele Wählerinnen und Wähler sind dadurch mehr als unsicher und wissen kaum noch, was sie überhaupt wählen sollen. Leider fehlt heute bei einem Grossteil der Abstimmungsplakate der Name der jeweiligen Partei. Eine klare Meinungsbildung braucht klare Informationen. Fehlende Transparenz ist für ein wertvolles und überzeugendes Abstimmungsergebnis eher schädlich als lösungsorientiert.
Daher sollte es für Parteien wieder zur Pflicht werden, bei allen Sachabstimmungen ihre Parteilogos und Namen auf den Plakaten anzubringen. So könnte, wie noch vor einigen Jahren, wieder zu einem klaren Entscheid jedes Stimmberechtigten beigetragen werden, unabhängig davon, ob die jeweilige Partei links oder rechts steht.
Paul Eschbach, Diegten
