Verein liefert Fahrzeuge und Material für Rettungskräfte
32 Feuerwehr- und Sanitätsfahrzeuge hat der Verein «Hilfe für die Ukraine 8484» in das kriegsgeplagte Land überführt – zudem Material für Feuerwehr und Rettungsdienste. Ziel ist es, ...
Verein liefert Fahrzeuge und Material für Rettungskräfte
32 Feuerwehr- und Sanitätsfahrzeuge hat der Verein «Hilfe für die Ukraine 8484» in das kriegsgeplagte Land überführt – zudem Material für Feuerwehr und Rettungsdienste. Ziel ist es, die Rettungsstrukturen zu unterstützen.
André Frauchiger
Nach dem Beginn des russischen Angriffs vor vier Jahren sagte sich Gärtnermeister Andreas Bärtschi aus Weisslingen (ZH): «Zusehen geht nicht, es braucht Unterstützung für die Ukraine.» Er gründete mit Gleichgesinnten den Verein «Hilfe für die Ukraine 8484». Mit dem Ziel, den Menschen im kriegsgeplagten Land zu helfen.
Und zwar durch mit Spendengeldern gekaufte oder gestiftete Sanitätsfahrzeuge, Tanklöschfahrzeuge, Transport- und Einsatzfahrzeuge sowie Rettungsfahrzeuge, zusammen mit Maschinen, Ausrüstung und Rettungsmaterial. Dazu zählen Atemgeräte, Schutzkleider und Helme. Vor Ort in der Ukraine bietet der Verein Ausbildung und Instruktion der dortigen Rettungskräfte an.
Nicolas Dolder, Winzer in der Aescher Klus, und Thomas Kessler, Berater in Migration, Sicherheit und Stadtentwicklung, engagieren sich aus Überzeugung im Verein. Ihnen ist es gelungen, von Feuerwehren aus der Region Basel ausrangierte Fahrzeuge preisgünstig und mit Spendengeldern zu kaufen. Basel-Stadt hat sechs Transporter gespendet. Die dazugehörigen Ausrüstungen – Rettungsmaterial, Maschinen und Schutzkleider – werden mehrheitlich kostenlos zur Verfügung gestellt. Auch Feuerwehren und Rettungsdienste aus anderen Kantonen wie Aargau, Bern, Solothurn, Zug oder Zürich stellten Material bereit.
Dolder ist als Fahrer engagiert. Die Fahrten in die Ukraine werden von Vereinspräsident Andreas Bärtschi geplant. Dazu gehören Kontakte zur Organisation «Swiss for Ukraine» und die Koordination mit den Schweizer Behörden, vor allem mit der Direktion für Entwicklung und Zusammenarbeit. Diese ist verantwortlich für die humanitäre Hilfe.
Weitere Spenden willkommen
Die Risiken während der Reisen sollen so weit wie möglich minimiert werden. Bärtschi und seine Mitwirkenden legen grossen Wert darauf, die Fahrzeuge und das Material persönlich zu übergeben. Freiwillige aus der Ukraine mit Ortskenntnissen unterstützen die Vereinsmitglieder.
Bisher sind 22 Fahrzeuge in sieben Fahrten überführt worden. Seit gestern sind nach monatelanger Vorbereitungszeit weitere zehn Fahrzeuge in einem Konvoi auf dem Weg. Die 2000 Kilometer lange Reise führt über Deutschland und Ungarn ins Zielland. Die Fahrenden lösen sich ab. Bisher haben die Überführungen von Fahrzeugen und Material gut geklappt, sagt Thomas Kessler. Eine sorgfältige Organisation sei zentral.
Fahrzeuge und Material werden an professionelle Feuerwehren und Sanitätseinheiten in der Ukraine geliefert. So soll die Hilfe die grösstmögliche Wirkung entfalten. Thomas Kessler und Nicolas Dolder weisen darauf hin, dass weitere Spenden – Fahrzeuge, Material und Geld – dringend benötigt werden. Alles soll einsatzfähig geliefert werden.
www.ua-hilfe.ch