Finanzkompetenz deutlich erhöht
Dank höherer Steuereinnahmen und Zahlungen aus dem Finanzausgleich kann Wittinsburg einen stattlichen Betrag für die neue Turnhalle zurücklegen und weist immer noch 160 000 Franken Gewinn aus. Die Gemeindeversammlung bewilligte die ...
Finanzkompetenz deutlich erhöht
Dank höherer Steuereinnahmen und Zahlungen aus dem Finanzausgleich kann Wittinsburg einen stattlichen Betrag für die neue Turnhalle zurücklegen und weist immer noch 160 000 Franken Gewinn aus. Die Gemeindeversammlung bewilligte die Rechnung und gewährt dem Gemeinderat mehr Finanzkompetenz.
vs. Der Wittinsburger Gemeinderat darf neu jährlich bis zu 100 000 Franken ausgeben, ohne seine «Chefin», die Gemeindeversammlung, um Erlaubnis zu fragen. Dies hat die Einwohnergemeindeversammlung am Donnerstag im Rahmen der Teilrevision der Gemeindeordnung entschieden. Bisher war der Gemeinderat ermächtigt, in eigener Kompetenz Einzelausgaben von 10 000 Franken und jährlich insgesamt bis zu 25 000 Franken auszugeben. Die Werte wurden auf 20 000 und 100 000 Franken erhöht. Der Gemeinderat hatte den Antrag mit Erfahrungen aus der Zeit der Corona-Pandemie begründet. Damals hätten sich Projekte von Einwohnern verzögert, weil die nächste Gemeindeversammlung habe abgewartet werden müssen. Die Teilrevision der Gemeindeordnung betrifft ferner die Sozialhilfebehörde. Aufgrund der Auslagerung von Aufgaben an eine professionelle Dienstleisterin wird die Behörde von fünf auf drei Mitglieder verkleinert.
Die Gemeindeordnung wurde von der Gemeindeversammlung diskussionslos durchgewunken, und auch die Rechnung gab zu keinen Diskussionen Anlass. Dies überrascht wenig, denn sie hat deutlich besser abgeschlossen als budgetiert. Anstatt des erwarteten Gewinns von 30 000 Franken resultierte bei Ausgaben von 2,42 Millionen ein Plus von rund 160 000 Franken. Dies nach einer Einlage in die Vorfinanzierung für die Turnhalle von 400 000 Franken. Das Sparschwein ist nun mit 1,2 Millionen gefüllt. Massgeblich für den hohen Überschuss verantwortlich sind höhere Steuereinnahmen (300 000 Franken mehr als budgetiert), Mehreinnahmen beim Finanzausgleich (plus 120 000 Franken) und der Ertragsüberschuss beim «Schangihuus» (plus 180 000 Franken) mit seinen zwölf Mietwohnungen.
Nach der Pflicht folgte die Verabschiedung zweier Kräfte aus dem Gemeindedienst: Gemeinderat Bruno Zumbrunn, der sich nach 12 Jahren aus dem Rat zurückzieht, und Gemeindeverwalterin Simone König, die nach sechs Jahren in Wittinsburg eine Stelle bei einer andern Gemeinde annehmen wird. Gemeindepräsidentin Caroline Zürcher würdigte die Verwalterin für ihr grosses Engagement und die Unterstützung des Gemeinderats, der Kommissionen, aber auch bei ausserordentlichen Aufgaben wie etwa dem Besuch der Baselbieter Regierung «auf dem Wittschbrg» schon wenige Monate nach ihrem Stellenantritt.
Zu Kandidatur «überschnuurt»
Mit Bruno Zumbrunn verbindet die Präsidentin, dass sie beide 2012 «überschnuurt» worden seien, für den Gemeinderat zu kandidieren, wie sie sagte. Er habe in seinen Departementen während seiner zwölfjährigen Amtszeit immer alles auf die Reihe gebracht. Besonders würdigte Zürcher die Leistung Zumbrunns als Präsident der Baukommission fürs «Schangihuus». Gegen die Empfehlung der BDO-Finanzexperten habe er dazu beigetragen, das Mehrgenerationenhaus zu verwirklichen. Diese Energie sei bewundernswert, so Zürcher. Für dies und alles andere, was Zumbrunn für die Gemeinde geleistet hat, dankte ihm die Präsidentin von Herzen und die Anwesenden pflichteten ihr mit Applaus bei.
Als Überraschung gab das Alphorntrio «Mir wei luege» für Bruno Zumbrunn und Simone König ein Ständchen.