Gut geplant ist anders
Zum Artikel «Velowege aus dem Zauberhut?» in der «Volksstimme» vom 22. Oktober, Seite 7
Ich fuhr in einem Jahr über 6000 Kilometer Velo in neun Kantonen. Vertreter von Gemeinden und Kanton sollten einmal mit ...
Gut geplant ist anders
Zum Artikel «Velowege aus dem Zauberhut?» in der «Volksstimme» vom 22. Oktober, Seite 7
Ich fuhr in einem Jahr über 6000 Kilometer Velo in neun Kantonen. Vertreter von Gemeinden und Kanton sollten einmal mit dem Velo von Olten nach Hägendorf fahren. So kann man Velowege oder -spuren bauen. Man wird nicht ständig gezwungen, die Strassenseite zu wechseln oder Hauptstrassen mit Tempo 80 zu queren. Auch die neue Strasse im Waldenburgertal weist die heute offenbar üblichen 2 Zentimeter hohen, für Velopneus gefährlichen Kanten auf.
Will man knappen Platz nützen, müssten durchgehend Strassenkanten wie früher mit den weissen «Löffelsteinen» vorhanden sein, damit bei freien Trottoirs Velos auf- und abfahren können. Dazu müsste aber die Gesetzgebung angepasst werden, da nur bis 12-Jährige auf dem Trottoir fahren dürfen. Auf gemischten Velowegen kommt es immer wieder zu gefährlichen Situationen mit Hunden an langen Leinen und Leuten mit Kinderwagen, die ins Handy stieren. Da gibt es mangels klarer Signalisation auch oft Unsicherheiten, wer wo fahren beziehungsweise gehen soll – siehe «Schwarze Brücke» in Böckten.
Der Gemeinderat Gelterkinden war nicht bereit, Velofahrverbote durchzusetzen (Stichwort «Maloyawegli») und soll jetzt für die Planung verantwortlich sein? Lieber alles so lassen. In zehn Jahren fliegen die Autos sowieso …
Daniel Bühler, Gelterkinden