Trotz Niederlage in den Play-offs
17.02.2026 Sport, EishockeySWHLB: EHC Zunzgen-Sissach – EHC Basserdorf 2:3 n.P. (0:0; 2:1; 0:1; 0:1)
Die ZS-Ladies verlieren ihre zweitletzte Qualifikationspartie gegen Bassersdorf nach Penaltyschiessen, sind aber dank Schützenhilfe von Aufsteiger Thun bereits definitiv für die Play-offs ...
SWHLB: EHC Zunzgen-Sissach – EHC Basserdorf 2:3 n.P. (0:0; 2:1; 0:1; 0:1)
Die ZS-Ladies verlieren ihre zweitletzte Qualifikationspartie gegen Bassersdorf nach Penaltyschiessen, sind aber dank Schützenhilfe von Aufsteiger Thun bereits definitiv für die Play-offs qualifiziert.
Daniel Monnin
Die Geschichte des frühmorgendlichen Spiels zwischen Zunzgen-Sissach und Bassersdorf am Samstag ist schnell erzählt: Die ZS-Ladies gingen dank zweier Einzelleistungen von Sabrina Müller und Bailey Kehl – sie spielte zwei Drittel lang am rechten Flügel und kehrte erst nach dem Ausgleich im letzten Drittel an ihre angestammte Position als Verteidigerin zurück – nicht unverdient mit 2:0 in Führung. Doch die Zürcherinnen glichen 15 Sekunden vor der zweiten Drittelspause und 32 Sekunden nach Wiederbeginn aus. Zwei Tore in 46 Sekunden, unterbrochen durch eine 15-minütige Pause, und beide Male verwertete die bald 17-jährige Winterthurer Leihgabe Jil Baker einen Abpraller aus einem Gewühl vor dem ZS-Tor.
Danach ging das Spiel im gleichen Stil weiter: auf und ab, mit insgesamt 65 Abschlussversuchen auf beiden Seiten (34:31), aber ohne allzu viele hochkarätige Chancen. Die beiden Teams zeigten zu oft zu wenig zusammenhängende Aktionen, die Passgenauigkeit war über weite Strecken ungenügend, das Positionsspiel ebenso. Vieles war auf gut Glück ausgelegt, das Überraschungsmoment in der Offensive fehlte.
Play-off-Duelle noch offen
Das zeigte sich auch beidseitig im Powerplay, wobei die ZS-Ladies in fast sechs Minuten Überzahl vielleicht fünf gute Abschlüsse verzeichnen konnten, drei davon mit 4 gegen 3 in der Overtime. Und so wurde das Penaltyschiessen zu einem Spiegelbild des ganzen Spiels: Von neun Schützinnen traf einzig eine. Selina Beer netzte für die Bassersdorf Ladies ein, die damit den Zusatzpunkt gewannen, die ZS-Ladies in der Tabelle eine Runde vor Qualifikationsschluss überholten und sich definitiv für die Play-offs qualifizierten.
Vor der letzten Qualifikationsrunde steht trotz der Niederlage fest, dass sich auch der letztjährige Meister ZS in quasi letzter Minute für die Play-offs qualifiziert hat. Bedanken können sich die Oberbaselbieterinnen bei Aufsteiger Thun, der in Rapperswil gegen den Zweitletzten drei Punkte holte und sich nach Längerem wieder über dem Strich platziert hat, aber noch nicht sicher in den Play-offs steht.
Die Play-off-Gegner der ZS-Ladies werden aufgrund der aktuellen Ranglistensituation höchstwahrscheinlich entweder das zweitplatzierte Lausanne oder die drittplatzierten GCK Lions sein. Weil die Teams auf Rang 5 bis 7 – Worb, Bassersdorf und ZS – nur einen Punkt auseinander liegen, sind je nach Ausgang der drei Partien vom kommenden Wochenende (Worb spielt zu Hause gegen Lausanne, Bassersdorf zu Hause gegen Qualifikationssieger Brandis, die ZS-Ladies reisen nach Rapperswil) auch andere Gegner möglich. So würde ZS auf Brandis treffen, sollte das Team auf Rang 8 zurückfallen.
Fakt ist: Die ganze Rechnerei hätte sich der letztjährige Meister im Verlauf der Saison mehrmals ersparen können. Zu viele Spiele gingen – vor allem in der Anfangsphase der Meisterschaft – mit einem Tor Unterschied oder in der «Kurzentscheidung» (Verlängerung oder Penaltyschiessen) verloren.
TELEGRAMM
EHC Zunzgen-Sissach – EHC Bassersdorf 2:3 n.P. (0:0; 2:1; 0:1; 0:1). Eisbahn: Sissach. Zuschauer: 40. Schiedsrichter: Holenstein, O’Brien. Tore: 26. Müller (Heinonen) 1:0; 38. Kehl 2:0; 40. Baker (Dierauer) 2:1; 41. Baker (Zogg, Dierauer) 2:2. Penaltytreffer Penaltyschiessen: Müller -, Dierauer -, Kehl -, Sommer -, Poirrier -, Beer +, Jossevel -, Zimmermann -, Buser -. Strafen: 2-mal 2 Minuten gegen ZS, 3-mal 2 Minuten gegen Bassersdorf.
Zunzgen-Sissach: Steiner; Rueff, Schafer; Na. Buser, Häfelfinger; Heinonen, Kreutzer; Kehl, Hehlen, Poirrier; Jossevel, Bärtschi, Habegger; Stahel, Müller, Knezic.


