Besorgte Baselbieterinnen und Baselbieter fragen sich, wie das funktionieren soll, wenn bei einem Ja zur neuen Ortsdurchfahrt der Feierabendverkehr staut und das Tram auf derselben Spur trotzdem pünktlich vorankommen soll. Leider konnten nicht alle Stimmberechtigten dabei sein, als ...
Besorgte Baselbieterinnen und Baselbieter fragen sich, wie das funktionieren soll, wenn bei einem Ja zur neuen Ortsdurchfahrt der Feierabendverkehr staut und das Tram auf derselben Spur trotzdem pünktlich vorankommen soll. Leider konnten nicht alle Stimmberechtigten dabei sein, als Fachleute das künftige System vor zehn Tagen bei der Begehung vor Ort erklärten. Die Lösung des Problems ist gar nicht so kompliziert.
Stadtwärts teilen Tram und Autos das Trassee nur auf der kurzen Strecke zwischen den Haltestellen Schulstrasse und Bären. Auf diesen paar Metern darf kein Auto stehen, wenn das Tram die Rheinfelderstrasse herunterrollt und sich dem gemeinsamen Trassee nähert. Ampeln bei der Rheinfelder- und auch bei der Birseckstrasse stellen deshalb frühzeitig auf Rot. Sie werden mithilfe von Sensoren nur so viele Autos und Lastwagen durchs Zentrum fahren lassen, wie vorn in der Breite bis hinten zur Haltestelle Bären Platz haben. Erst wenn dort wieder Raum frei ist, schaltet es hinten in der Rheinfelderstrasse wieder für eine neue, begrenzte Zahl Fahrzeuge auf Grün. Letztlich funktioniert das etwa so wie in Parkhäusern mit mehreren Ein- und Ausgängen, die nur so viele Parkplatzsuchende einlassen, wie andere das Parkhaus verlassen.
Und nein: Der Stau verschwindet so nicht. Er wird lediglich bei den Ampeln zurückgehalten und verlagert sich hinauf in den Hardwald oder zur ARA Birs. Aber das Tram hat freie Fahrt. Deshalb ein klares Ja zur neuen Ortsdurchfahrt Birsfelden.
Simon Oberbeck, Landrat und Parteipräsident «Mitte» Baselland