Technische Probleme legen digitalen Umzug lahm
13.10.2026 BaselbietInternetplattform «eUmzugCH» im ganzen Kanton ausser Betrieb
Seit Ende September kommt es bei der digitalen Umzugsmeldung im Baselbiet zu technischen Problemen. Die Ursache ist unklar, die Fehlersuche gestaltet sich schwierig. Wie lange die Störung noch andauert, kann der ...
Internetplattform «eUmzugCH» im ganzen Kanton ausser Betrieb
Seit Ende September kommt es bei der digitalen Umzugsmeldung im Baselbiet zu technischen Problemen. Die Ursache ist unklar, die Fehlersuche gestaltet sich schwierig. Wie lange die Störung noch andauert, kann der Kanton nicht sagen.
Pascal Kamber
Wer in der Schweiz seinen Wohnort wechselt, muss die neue Adresse innert 14 Tagen nach dem Umzug der zuständigen Gemeinde melden. Im Kanton Baselland lässt sich diese Pflicht seit rund sechs Jahren auch digital über das Internetportal «eUmzugCH» erledigen. Dieses gehört der «eOperations Schweiz AG», die sich im Besitz der öffentlichen Hand befindet. Die von Kantonen und Gemeinden getragene Plattform ermöglicht es, einen Wohnungswechsel zu melden, ohne persönlich am Schalter erscheinen zu müssen.
Doch genau das ist derzeit nicht möglich. Wegen einer technischen Störung ist «eUmzugCH» im ganzen Baselbiet ausser Betrieb. Darauf weisen unter anderem die Gemeinden Gelterkinden und Sissach auf ihren Websites hin. Wer umzieht, muss sich deshalb vorübergehend direkt bei der Gemeinde melden.
Ende noch nicht absehbar
Bei der Baselbieter Finanz- und Kirchendirektion ist das Problem bekannt. Miriam Bucher, Generalsekretärin und Leiterin des Fachbereichs Gemeinden, bestätigt auf Anfrage der «Volksstimme», dass es seit Ende September kantonsweit zu wiederkehrenden technischen Problemen bei der Nutzung von «eUmzugCH» kommt: «Die Störung betrifft die technische Kommunikation zwischen mehreren beteiligten Systemen. Dabei können einzelne Anfragen nicht zuverlässig verarbeitet werden», erklärt Bucher.
Da die Beeinträchtigung nicht durchgehend auftrete, sei es besonders schwierig, die Ursache einzugrenzen: «Die beteiligten Fachstellen und alle technischen Partner untersuchen derzeit die gesamte Verarbeitungskette, um die Fehlerursache eindeutig zu identifizieren und nachhaltig zu beheben.» Wann die Störung behoben sein wird, ist noch unklar. Laut Miriam Bucher kämpft auch der Kanton Waadt mit vergleichbaren technischen Problemen.
Die Einschränkungen können bei den Gemeindeverwaltungen zu zusätzlichem administrativem Aufwand führen. In Gelterkinden sei dies bislang allerdings nicht der Fall, wie Theres Fuchs, stellvertretende Leiterin der Gemeindeverwaltung, auf Nachfrage erklärt. «Wir haben aber mehr Erklärungsbedarf am Schalter festgestellt», sagt Theres Fuchs.
Die Gemeinde zeigt sich angesichts der Umstände entgegenkommend. Betroffene können ihre Unterlagen auch per E-Mail einreichen oder ihren Umzug telefonisch melden. «Das entspricht zwar nicht ganz der Gemeindeverordnung, aber wir sind hier kulant», sagt Fuchs.
