So nicht
Zur Umfrage «Fifa bremst WM-Fieber im Oberbaselbiet» in der «Volksstimme» vom 11. Juni, Seite 12
Mit zwei älteren Brüdern in Deutschland geboren und aufgewachsen bin ich ein Fussballfan. Mit 23 Jahren verliess ich ...
So nicht
Zur Umfrage «Fifa bremst WM-Fieber im Oberbaselbiet» in der «Volksstimme» vom 11. Juni, Seite 12
Mit zwei älteren Brüdern in Deutschland geboren und aufgewachsen bin ich ein Fussballfan. Mit 23 Jahren verliess ich Deutschland und lebte 18 Jahre in den Vereinigten Staaten. Seit 35 Jahren lebe ich in der Schweiz und bin auch Schweizer Staatsbürgerin. Mir missfällt die Umfrage besagten Datums sehr. Darf die «Volksstimme» eine solch rassistische Aussage eines befragten Herrn so bringen? Ich habe auch nicht geglaubt, dass der so verhasste Schweizer Nachbar Weltmeister wird, aber auch unsere Schweizer «Nati» nicht. Ich drückte und drücke meine Daumen trotz allem für ein Weiterkommen.
Traurig, wie der Hass auf die «Dütschen» so weiterverbreitet und eingepflanzt wird. Ich habe mich bemüht, mich hier anzupassen und zu integrieren. Dank meiner vielen tollen Schweizer Freunde, die mich mühelos akzeptiert haben. Leider gibt es diesbezüglich noch viele Ausnahmen – Menschen, die ich ehrlich gesagt auch nicht mag. Wie viele Menschen mit Migrationshintergrund leben hier? Und wir haben alle eventuell zwei Fussballherzen in der Brust. Aber nur den Deutschen wird es verübelt. Darum, liebe Schweizer Eidgenossen, macht uns das Leben hier mit euren Vorurteilen nicht so schwer.
Helga Kölling Mosbacher, Läufelfingen