sto. Am 22. Juli 1499 kam es bei Dornach zu einer blutigen Schlacht, in welcher die Eidgenossen die Truppen des Schwäbischen Bundes besiegten. Es war dies die letzte kriegerische Auseinandersetzung des Schwabenkriegs, der von Januar bis September 1499 dauerte. Im Hinblick ...
sto. Am 22. Juli 1499 kam es bei Dornach zu einer blutigen Schlacht, in welcher die Eidgenossen die Truppen des Schwäbischen Bundes besiegten. Es war dies die letzte kriegerische Auseinandersetzung des Schwabenkriegs, der von Januar bis September 1499 dauerte. Im Hinblick auf das 450-Jahre-Jubiläum im Jahr 1949 wurde 1946 ein Wettbewerb für ein Schlachtdenkmal veranstaltet. Der von Jakob Probst eingereichte Entwurf erhielt den ersten Preis und gelangte zur Ausführung.
Probst schuf zunächst aus Gips, dann aus Solothurner Kalkstein ein 22 Meter langes Relief für den Platz beim früheren Kloster.
Links sehen wir die anrückenden Eidgenossen, rechts steht der Trupp des Schwäbischen Bundes. In der Mitte kommt es zum Zusammenstoss: Ein Eidgenosse mit einer überlangen Lanze durchbohrt den Hals eines Pferdes, der Reiter stürzt, ein zweiter «Schwabe» hat Mühe, sich in Stellung zu bringen. Im Trupp der «Schwaben» kommt Irritation auf, einer der ihren liegt prominent am Boden im Sterben. Jakob Probsts Dornacher Schlachtdenkmal feiert nicht in erster Linie den Sieg der Eidgenossen, sondern hebt die Brutalität des Kriegs hervor.
Ein Spätwerk
Das Motiv des sterbenden Kriegers begegnet uns auch in Jakob Probsts Henry-Dunant-Denkmal in Genf. Von Henry Dunant (1828–1910) ging bekanntlich der Anstoss zur Gründung des Schweizerischen Roten Kreuzes aus, nachdem er 1859 Zeuge der furchtbaren Schlacht von Solferino mit Tausenden von Toten und Verletzten geworden war. Probst schuf das Denkmal in den Jahren 1958 bis 1962. Zu einem ersten Entwurf, mit dem er am Wettbewerb für das Denkmal teilgenommen hatte, sagte er: «Ich habe die schönste Idee meines ganzen Lebens gestaltet: Auf einem Sockel mit rotem Kreuz aus rotem Stein liegt ein sterbender Krieger. Zu ihm schwebt ein sechs Meter hoher Engel hinunter.»
Das schliesslich realisierte Denkmal zeigt eine Dreiergruppe, zu der neben dem Engel und dem sterbenden Krieger eine vor dem Krieg fliehende Frau mit Kindern hinzugekommen ist.