Statt Skifahren Zirkusluft schnuppern
19.02.2026 LausenKindersportlager bietet ein kostengünstiges Ferienprogramm
Mit einer Zeitmaschine zurück ins Mittelalter reisen und bei der Mondlandung dabei sein – klingt verlockend. Wer das erleben möchte, besucht am Freitag eine der beiden öffentlichen Vorstellungen des ...
Kindersportlager bietet ein kostengünstiges Ferienprogramm
Mit einer Zeitmaschine zurück ins Mittelalter reisen und bei der Mondlandung dabei sein – klingt verlockend. Wer das erleben möchte, besucht am Freitag eine der beiden öffentlichen Vorstellungen des Kindersportlagers in Lausen.
Brigitte Keller
Es ist Montagvormittag und schon können die Kinder, etwa am Barren, auf Anweisung der Leitenden erste Abläufe vorführen. Erst zwei Tage sind vergangen, seit das Zirkuslager begonnen hat und sich die Kinder, in diesem Jahr 44 an der Zahl, für eine der fünf zur Auswahl stehenden Disziplinen entscheiden konnten. Barren, Trampolin, Tanz, Musical und Clowns standen zur Wahl.
Bereits zum 24. Mal können sich Primarschulkinder in der ersten Sportferienwoche sportlich betätigen und unter Anleitung Zirkusnummern einstudieren. Die Idee, Kindern von der 1. bis zur 6. Klasse, die nicht in die Sportferien können, jeweils tagsüber während einer Woche eine kostengünstige und gleichzeitig sportliche Alternative zu bieten, hatte vor mehr als einem Vierteljahrhundert der damalige Jugendarbeiter der Reformierten Kirche Lausen. Das Lager kam gut an und das Interesse ist seither konstant hoch geblieben. Auch die bescheidenen Beiträge pro Kind konnten beibehalten werden, sie betragen aktuell 90 Franken.
Schon am Abend, als die Zettel in der Schule verteilt worden waren, «hat es ‹Zack› gemacht und schon waren 50 Anmeldungen da», erzählt Sabrina Hirsbrunner (25). Die Pflegefachfrau ist eine der drei Hauptleitenden des Lagers. Die beiden anderen sind Noa Imhof (19) und Jonas Plattner (32). Letztgenannter ist Informatiker und verfüge, gemäss Aussage seiner beiden Kolleginnen, «zum Glück über viel technisches Know-how» und sei ein grosses Organisationstalent. Dank der langjährigen Treue zum Lager wird er augenzwinkernd «Zirkusopa» genannt.
Alle drei Hauptleitenden waren selber im Primarschulalter regelmässig Teilnehmende des Lagers; Noa Imhof, die zurzeit das Abschlussjahr am Gymnasium absolviert, schon mit sieben Jahren. Danach blieb sie dem Lager als Hilfsleitende erhalten, dann als Leitende und nun schon seit ein paar Jahren als Hauptleitende und damit Organisierende des Lagers. Die drei, die sich auch in der Jungschar Lausen engagieren, stemmen das diesjährige Lager gemeinsam mit elf Leitenden respektive Hilfsleitenden. Geübt wird an drei Standorten: in der Mehrzweckhalle Stutz, in der Turnhalle Bifang und im Kirchgemeindehaus «Niklaus-Huus».
Viele Unterstützer
Neben der Kirchgemeinde unterstützt auch die Jugendkommission der Gemeinde Lausen das Lager mit einem finanziellen Beitrag, und Sponsoren helfen mit Geld- und Sachspenden wie etwa Getränken und Esswaren. Alle Leitenden arbeiten ehrenamtlich, das Geld wird für den Kauf der Verpflegung und Ergänzungen der Kostüme sowie den Spezialtag eingesetzt. Einmal in jeder Lagerwoche wird das Training durch einen Ausflug unterbrochen. Passend zum Motto «Zeitreise» führt der Ausflug nach Augusta Raurica, wo die Kinder Gruppenweise einen Postenlauf absolvieren können.
Weitere Personen, meistens aus dem privaten Umfeld der Leitenden, übernehmen das Zubereiten des Mittagessens, das im «Niklaus-Huus» eingenommen werden kann, oder betätigen sich als Helfer hinter den Kulissen bei den beiden Vorstellungen am Freitag. Gut und gerne könnte das Zirkuslager noch weitere Leitende brauchen, um mehr Kindern die Teilnahme zu ermöglichen. Nicht alle Anmeldungen konnten berücksichtigt werden. Wer Interesse hat, soll sich bei der Reformierten Kirche Lausen melden. «Das erste Treffen für die Planung des nächsten Lagers findet jeweils im Oktober statt», erklärt Noa Imhof.
«Sorrisino», so der Name der Zirkus-Lagerwoche, ist italienisch und steht für «kleines Lächeln». Und Lächeln, Freude haben und zusammen eine bereichernde gemeinschaftliche Woche zu gestalten und zu erleben, das ist denn auch der Lohn für die Leiterinnen und Leiter. Und natürlich als i-Tüpfelchen ein möglichst grosser Zuschaueraufmarsch bei den beiden Vorstellungen am Abschlusstag.
Öffentliche Hauptprobe,
Freitag, 20. Februar, 10.15 Uhr,
Abschlussvorstellung um 18.30 Uhr,
Mehrzweckhalle Stutz, Lausen.

