Sonne …
… und schon wieder kommt sie über den Bäumen zum Vorschein; strahlt mit ihrer unbändigen Willenskraft direkt in mein Schlafzimmer. Es ist doch erst 7.40 Uhr – ich möchte nicht schon wieder verdunkeln – die Storen ...
Sonne …
… und schon wieder kommt sie über den Bäumen zum Vorschein; strahlt mit ihrer unbändigen Willenskraft direkt in mein Schlafzimmer. Es ist doch erst 7.40 Uhr – ich möchte nicht schon wieder verdunkeln – die Storen runterlassen, damit die Hitze draussen bleibt. Eine Stunde später im Arbeitszimmer und zwischen 10.00 und 10.30 Uhr in der Stube. Alles dicht – alles zu! Bis zum Abend.
Je nachdem, ob noch ein Lüftchen weht, gehen die ersten Storen und Fenster so ab 19 Uhr wieder auf.
Der einzige Vorteil: Ich muss den traurigen Anblick der braunen Felder, der Kühe, die traurig dort stehen in der prallen Sonne, der hängenden Köpfe der Pflanzen in den staubtrockenen Gärten und des Bachs in der Nähe, der schon seit Wochen ausgetrocknet ist, nicht sehen. Wasser ist schon längst zur wertvollsten Ressource erklärt worden. Ich trage Sorge dazu – spare, wo es geht! Kein Abwasch, kein Händewaschen, kein Duschen zu viel oder unüberlegt!
Mittlerweile ist längst alles geputzt und gemacht in der Wohnung, alle Kreuzworträtsel sind gelöst; wenn möglich, gibt es einen kleinen Spaziergang am Morgen, bevor das Thermometer 30 Grad anzeigt. Eventuell am Nachmittag einen Einkaufsausflug – in den Supermärkten ist es am kühlsten.
Das alles ist möglich, wenn man noch mobil ist. Was machen die vielen Menschen, die das nicht mehr können? Ein trauriger Sommer!
Und wieder ein Tag geschafft – und wieder ein neuer Morgen, mit noch mehr heisser Sonne …
Pia Lanz, Ormalingen