Es scheint so, als hätte man im Bundeshaus einen Hebel entdeckt, den man willkürlich drücken kann, um fast per sofort Geld in die Kassen gespült zu bekommen. Und so muss das Stimmvolk am 29. November darüber entscheiden, ob wir bereit sind, die Mehrwertsteuer von ...
Es scheint so, als hätte man im Bundeshaus einen Hebel entdeckt, den man willkürlich drücken kann, um fast per sofort Geld in die Kassen gespült zu bekommen. Und so muss das Stimmvolk am 29. November darüber entscheiden, ob wir bereit sind, die Mehrwertsteuer von bisher 8,1 Prozent unbefristet auf 8,5 Prozent zu erhöhen.
Dies würde auf einen Schlag rund 1,4 Milliarden Franken mehr pro Jahr einbringen, finanziert wäre die 13. AHV damit aber noch nicht. Denn eigentlich bräuchten wir 4 Milliarden Franken, um diese Rechnung begleichen zu können, womit eine nächste Erhöhung doch bereits programmiert ist! Dabei hätte der Bund genügend Geld, er gibt es lediglich am falschen Ort aus: Beispielsweise bewilligte das Parlament für die «internationale Zusammenarbeit» zwischen 2025 und 2028 circa 11,1 Milliarden Franken, also 2,8 Milliarden pro Jahr und ab dem Jahr 2030 sollen zusätzlich noch 350 Millionen Franken an Ausgleichsgeldern an EU-Länder fliessen. Solange Bern derartige Summen für das Ausland findet, hat es kein Recht, den eigenen Bürgern noch tiefer ins Portemonnaie zu greifen und meiner Generation für die kommenden Jahrzehnte, bevor wir überhaupt selbst eine Rente erhalten, eine derartige zusätzliche finanzielle Bürde aufzuhalsen.
Die 13. AHV-Rente wird ab 2027 so oder so ausbezahlt. Ein Nein zu dieser Vorlage zwingt also lediglich den Bundesrat und das Parlament, zuerst an anderen Stellen zu sparen und mit dem vorhandenen Geld zu haushalten. Darum Nein am 29. November.
Sarah Regez, Landrätin SVP, Zunzgen