«Seine Kandidatur überzeugt unter allen Aspekten»
26.03.2026 BubendorfSVP schickt Matthias Liechti ins Regierungsratsrennen
120 Mitglieder wählten den Rümlinger Matthias Liechti (46) einstimmig zum Regierungsratskandidaten der SVP. Die Wahl wurde von stehendem Applaus begleitet. Liechti möchte eine fast 1000-tägige Durststrecke ...
SVP schickt Matthias Liechti ins Regierungsratsrennen
120 Mitglieder wählten den Rümlinger Matthias Liechti (46) einstimmig zum Regierungsratskandidaten der SVP. Die Wahl wurde von stehendem Applaus begleitet. Liechti möchte eine fast 1000-tägige Durststrecke beenden.
Willi Wenger
Matthias Liechti, Vater von vier Kindern und seit 14 Jahren in Rümlingen wohnhaft, überzeugte mit sympathischen Worten, als er sich bereits vor seiner Nomination zum Regierungsratskandidaten für das Vertrauen bei den 120 Mitgliedern am Parteitag herzlich bedankte. Liechti erinnerte daran, dass seit beinahe 1000 Tagen kein SVP-Mitglied mehr dem Regierungsrat angehöre. «Ich bin der Meinung, dass wir das ändern müssen. Als stärkste Partei im Kanton haben unsere Wähler das Recht, dass wir wieder Verantwortung übernehmen. Mit mir schickt ihr keinen Despoten ins Rennen, sondern einen, der Brücken bauen kann», blickte der stellvertretende Vorsitzende einer Regionalbank auf den Wahltag am 14. Juni.
Liechtis Nomination war unbestritten; dies bereits vor dem Parteitag auf dem Hofgut Grosstanne in Bubendorf vom Montagabend. Der Landrat aus Rümlingen war der einzige Kandidat, der von alt Regierungsrat Thomas Weber zur Nomination empfohlen wurde. «Er wird die wichtige Stimme der ländlichen Bezirke in die Regierungsarbeit einbringen», sagte Weber und ergänzte, dass Liechti kantonsweit gut vernetzt sei.
Die SPV-Mitglieder wurden vom Präsidenten der Personalkommission darüber informiert, dass Liechti neben seiner beruflichen auch politische Führungserfahrung mitbringe, die er sich als Gemeindepräsident und als Präsident einer Kreisschule erworben habe. Weber überzeugte schliesslich alle Stimmenden und empfahl Liechti mit Nachdruck zur Wahl. «Seine Kandidatur überzeugt in allen Aspekten. Matthias Liechti ist als bürgerlicher Generalist fähig, jede der fünf Direktionen kompetent zu führen und unsere Wählerschaft inhaltlich klar und auf sympathische Art in der Regierung zu vertreten.»
SVP-Präsident Peter Riebli ergänzte, dass mit der Kandidatur von Liechti die Chancen sehr gut stünden, wieder in der Regierung Fuss zu fassen. «Die FDP und die ‹Mitte› haben uns ihre Unterstützung zugesichert», sagte er. Mit Blick auf die Wahlen 2027 formulierte der Buckter als Ziel das Wachsen der Landratsfraktion.
Eindeutige Parolenfassung
Riebli erwähnte zudem kommende nationale Abstimmungen, die existenziell für die Schweiz seien. So die Volksinitiative «Keine 10-Millionen-Schweiz», in SVP-Kreisen auch Nachhaltigkeitsinitiative genannt, oder das Verhandlungspaket der Bilateralen III zwischen der Schweiz und der EU. «Diesen Kampf um den Unterwerfungsvertrag müssen wir gewinnen», sagte Riebli.
Nationalrätin Sandra Sollberger empfahl ein klares Ja zur Annahme der «Nachhaltigkeitsinitiative». Sie präsentierte Fakten: 10 Millionen Einwohner seien für die Schweiz nicht gesund. «So gesehen sagen wir nicht wie Deutschland, wir schaffen das.» Sollberger belegte, was zusätzliche 100 000 Einwohner bedeuten würden. Sie nannte die Zahl von 54 000 zusätzlichen Autos, 45 000 zusätzlichen Wohnungen, 550 zusätzlichen Schulklassen oder zusätzlichen 450 Ärzten und 430 Spitalbetten. Zudem erwähnte die Liestalerin, dass 100 000 Personen pro Tag 14 Millionen Liter Trinkwasser benötigen würden.
Sandra Sollbergers Antrag wurde ohne Diskussion einstimmig durchgewinkt. Ebenso die Vorlage in Bezug auf die Änderung des Bundesgesetzes über den zivilen Ersatzdienst. Die Änderung will den Zugang zum Zivildienst erschweren. Nationalrat Thomas de Courten nannte als «Hürde» eine Mindestanzahl von 150 Diensttagen sowie eine zwölfmonatige Wartefrist für Personen, die nach der Rekrutenschule in den Zivildienst wechseln wollen.
