«Wanderkonzerte» haben begonnen
Die «Wanderkonzerte» haben ihre Saison eröffnet – auch im Oberbaselbiet. Was die erste Woche hinterlassen hat, macht Lust auf mehr. Es hatte an jenem Donnerstag, 4. Juni, zu regnen begonnen. Der Weg auf den Wisenbergturm blieb ...
«Wanderkonzerte» haben begonnen
Die «Wanderkonzerte» haben ihre Saison eröffnet – auch im Oberbaselbiet. Was die erste Woche hinterlassen hat, macht Lust auf mehr. Es hatte an jenem Donnerstag, 4. Juni, zu regnen begonnen. Der Weg auf den Wisenbergturm blieb unbegehbar. Doch das «Wanderkonzert» fand trotzdem statt – drinnen, in der Hupp Lodge in Wisen, mit brennendem Kamin und Blick in die Nebellandschaft. Anna Gosteli, Simon Spiess am Saxofon und Flavian Graber spielten unverstärkt, aus nächster Nähe. Gegen Abend liess der Regen nach. Die Künstlerinnen und Künstler führten ihr Publikum auf die Terrasse – und Anna Gosteli begann a cappella zu singen, nur ihre Stimme in der Stille. Dann stimmten alle gemeinsam ein, in Flavian Grabers «s Läbä cha so eifach si», und zogen singend zurück in die Lodge.
Es war einer von sechs Abenden, mit denen «Wanderkonzerte» die Saison eröffneten – zwischen dem 3. und 7. Juni, an Orten in Riehen, Wisen, Muttenz, Binningen, Solothurn und Arlesheim. Jedes Konzert ein Kulturspaziergang: unverstärkte Musik, Texte, Naturgeräusche, maximal 30 Gäste. Kein Abend wie der andere. Was alle sechs verband: ein Publikum, das zur Ruhe kam. Das Wetter spielte – von einem Abend abgesehen – perfekt mit. Sonnenuntergänge, Morgenlicht durch Blätter, Stille an besonderen Orten. Und Künstlerinnen und Künstler, die nicht auf einer Bühne stehen, sondern mittendrin sind, auf demselben Weg.
Eduard Schneider, Liestal