Worum es wirklich geht
Am Wochenende spazierte ich mit meinem Hund durchs Dorf und blickte auf den Ja-Nein-Plakatwald zum Schulhausneubau in Gelterkinden. Beim Dorfplatz hielt ich kurz inne: An einem Haus, das gerade saniert wird, hängt ein Plakat gegen den ...
Worum es wirklich geht
Am Wochenende spazierte ich mit meinem Hund durchs Dorf und blickte auf den Ja-Nein-Plakatwald zum Schulhausneubau in Gelterkinden. Beim Dorfplatz hielt ich kurz inne: An einem Haus, das gerade saniert wird, hängt ein Plakat gegen den Neubau. Treffender lässt sich die Schieflage dieser Debatte kaum ins Bild setzen: Für sich selbst wird investiert, bei der Zukunft der Kinder und Enkel soll gespart werden.
Längst geht es in diesem Abstimmungskampf nicht mehr nur um das geplante Schulhaus. Vielmehr wird hier ein grundsätzlicher finanzpolitischer Konflikt ausgetragen – auf dem Rücken jener, die sich nicht wehren können. Ich wünsche mir für Gelterkinden eine Rückkehr zur Sachpolitik. Dazu gehört auch Ehrlichkeit: Wollen wir in die Zukunft unseres Dorfes investieren oder nicht? Unsere Kinder verdienen mehr als politische Manöver. Sie verdienen gute Lernbedingungen, Verlässlichkeit und einen guten Start ins Leben. Ein intaktes Schulhaus ist dafür kein Luxus, sondern Voraussetzung.
Remo Schraner, Gelterkinden