Im vergangenen Oktober gönnte ich mir mit meiner Familie eine längere Auszeit. Als in der Schweiz die Tage kürzer und die Nächte langsam wieder länger wurden, flogen wir gen Osten nach Indonesien. Während knapp vier Wochen genossen wir auf Bali und Lombok die ...
Im vergangenen Oktober gönnte ich mir mit meiner Familie eine längere Auszeit. Als in der Schweiz die Tage kürzer und die Nächte langsam wieder länger wurden, flogen wir gen Osten nach Indonesien. Während knapp vier Wochen genossen wir auf Bali und Lombok die Wärme, das Meer und die Freundlichkeit der einheimischen Menschen. Wir beobachteten – manchmal sogar im eigenen Zimmer – exotische Tiere, besuchten antike Paläste, bestaunten endlose Reisfelder, tauchten in die farbige Unterwasserwelt ein und assen uns durch die bisweilen äusserst rassige asiatische Küche. Total anders als zu Hause. Aber wunderschön.
Die Reise bleibt mir nicht nur wegen all dieser tollen Erlebnisse in bester Erinnerung. Noch nie in meinem Leben war ich weiter weg von zu Hause als damals. Der bisherige Spitzenreiter in dieser Hinsicht war ein Trip nach Thailand vor gut 15 Jahren. Damals zog es mich und meine Partnerin nach Bangkok und später auf die eine oder andere schöne Insel im Süden.
Natürlich ist mir bewusst, dass diese Viel-Fliegerei unserem Klima schadet. Dieses schlechte Gewissen fliegt immer mit, sobald ich in ein Flugzeug steige. Aber die Schönheit am anderen Ende der Welt ist eben zu verlockend. Hinzu kommt: Reisen bildet nicht nur. Reisen tut gut. Das ist bei mir nicht anders. Ich habe es im vergangenen Herbst enorm genossen, den Alltag gemeinsam mit der Familie für einmal etwas länger als üblich hinter mir zu lassen und meine Batterien nach einigen strengen Wochen wieder aufzuladen.
Schliesslich wartete schon bald nach unserer Rückkehr in die Schweiz das nächste spannende Abenteuer auf mich. Seit Anfang März arbeite ich nämlich für die «Volksstimme». Statt wie bis anhin für «Telebasel» Beiträge zu filmen und zu schneiden oder Gespräche zu moderieren, berichte ich nun über das vielseitige Geschehen im Oberbaselbiet. Meinem Zuhause und – wie ich finde – dem schönsten Fleck auf unserer Erde. Da können selbst die bezauberndsten Inseln am anderen Ende der Welt mit ihren kitschigen Sonnenuntergängen nicht mithalten.
Und das Besondere: Mein Arbeitsweg ist jetzt kurz. Sehr kurz sogar. Nämlich so kurz wie noch nie in meinem bisherigen Arbeitsleben – «Home-Office» einmal ausgenommen. Von Tür zu Tür sind es nur gerade fünf Minuten. Das ist fast so herrlich, wie wenn dein Gepäck am Flughafen als erstes auf dem Förderband erscheint.
Ich bin auf jeden Fall gespannt, wohin mich die Reise mit der «Volksstimme» überall hinführt. Und ich würde mich freuen, wenn Sie mich, liebe Leserin, lieber Leser, auf diesem Weg begleiten.
Pascal Kamber, Redaktor «Volksstimme»