Mit 30 Formationen ist der Kinderumzug der grösste Fasnachtsanlass
Von wegen Kinderumzug: Was die «Wägeler», Clique und Guggen am Fasnachtsdienstag in Bubendorf einem grossen Publikum boten, war ein ausgewachsener Fasnachtsumzug – mit Kindern als ...
Mit 30 Formationen ist der Kinderumzug der grösste Fasnachtsanlass
Von wegen Kinderumzug: Was die «Wägeler», Clique und Guggen am Fasnachtsdienstag in Bubendorf einem grossen Publikum boten, war ein ausgewachsener Fasnachtsumzug – mit Kindern als Ehrengästen. Die Wagencliquen liessen die «Binggis» mitfahren und sie das Publikum nach Lust und Laune mit Süssigkeiten und Konfetti eindecken.
Auf dem Schulhausplatz sammelten sich etwa zwei Dutzend Wagen, neun Guggen und eine Clique. Letztere, der Tambouren- und Pfeiferclique Bubendorf, gebührte die Ehre, den einzigen grossen Anlass während der Fasnacht in Bubendorf zu eröffnen. Und schon flogen auch die «Täfi», Kaugummi, «Rüebli» und Bananen in hohem Bogen von den Wagen, und es regnete Konfetti vom blauen Himmel. Die Erwachsenen am Strassenrand lockten die «Binggis» mit Mimosen und Röslein in Konfetti-Wurfweite und beglückten sie dann mit den Papierschnipseln. Es zeigte sich, dass die Routiniers den Fasnächtlernachwuchs bestens auf den Einsatz vorbereitet hatten. Die Kinder würden sogar eher darauf verzichten, Plakettenträger mit Konfetti zu stopfen, sagte Tobias Bänziger von den Erlestross Rueche, die den Kinderumzug mit der Unterstützung der Queristieger und der Gemeinde veranstalteten. Die Realität gab ihm allerdings nur teilweise recht …
Als einzige Kindergruppe reihte sich die Bubendörfer Spielgruppe «Kalea Kids» in den Umzug ein. Die «Binggis» trugen «Minecraft»-Kostüme im Design des Computerspiels. Doch verteilten sie nicht etwa Schätze, Pickel oder Rüstungen, sondern … Stofftiere! Das Wägelchen war am Start des Umzugs randvoll mit den unterschiedlichsten Stofftieren, welche die Kinder in einem Tempo an die Schaulustigen am Strassenrand verschenkten, dass der Vorrat kaum bis zum Ende des Umzugs gereicht haben dürfte. Bei den Plüschfiguren handelte es sich nicht etwa um gesponsertes Material. Wie eine Begleiterin der «Minecraft»-Quadratschädel verriet, hätten die Kinder diese gesammelt und «geopfert».
Die Umzugsroute führte vom Schulhaus via Hintergasse über die Sappetenstrasse, Erlenstrasse und Murenbergstrasse wieder zurück zum Ausgangspunkt. Zweimal wurde die Route absolviert. Dann parkierten die teilnehmenden Gruppen aus Liestal und den beiden Frenkentälern ihre Fahrzeuge. Für die Guggen war noch lange nicht Schluss: Im Anschluss an den stündigen Umzug wurde auf der eigens errichteten Tribüne beim Schulhaus noch einmal kräftig «geschränzt».
Pyro Man