Ich hatte am 4. März die Gelegenheit, an der Präsentation des Regionalen Entwicklungskonzepts (REK) in Sissach teilzunehmen und mich bereits zuvor in den Panels und Diskussionen einzubringen. Als Unternehmer, Architekt und Präsident des Heimatschutzes verfolge ich solche ...
Ich hatte am 4. März die Gelegenheit, an der Präsentation des Regionalen Entwicklungskonzepts (REK) in Sissach teilzunehmen und mich bereits zuvor in den Panels und Diskussionen einzubringen. Als Unternehmer, Architekt und Präsident des Heimatschutzes verfolge ich solche Prozesse mit besonderem Interesse.
Das REK zeigt aus meiner Sicht einen wichtigen Weg auf: Die Entwicklung unserer Region wird nicht isoliert in einzelnen Gemeinden entschieden, sondern zunehmend im regionalen Zusammenhang gedacht. Gerade Themen wie Verkehr, Siedlungsentwicklung oder die Nutzung unserer Landschaft verlangen nach einer koordinierten Betrachtung.
Als Architekt ist mir besonders wichtig, dass Wachstum und Entwicklung mit Qualität verbunden bleiben. Das Oberbaselbiet verfügt über wertvolle historische Dorfkerne, eine charakteristische Baukultur und eine vielfältige Kulturlandschaft. Diese Qualitäten zu erhalten und gleichzeitig zeitgemäss weiterzuentwickeln, ist eine anspruchsvolle, aber lohnende Aufgabe.
Positiv ist deshalb, dass im Entwicklungskonzept auch die Aufwertung von Ortszentren und Bahnhofsgebieten sowie der sorgsame Umgang mit Landschafts- und Freiräumen thematisiert werden. Gute Planung bedeutet immer auch, Bestehendes zu respektieren und weiterzudenken.
Ebenso wichtig finde ich den Einbezug der Bevölkerung und verschiedener Fachpersonen. Die Panels haben gezeigt, wie wertvoll der Austausch zwischen Gemeinden, Fachleuten und engagierten Bürgerinnen und Bürgern sein kann.
Das Oberbaselbiet hat grosse Qualitäten – landschaftlich, architektonisch und wirtschaftlich. Wenn es gelingt, diese Stärken bewusst zu pflegen und die Entwicklung der Region gemeinsam und vorausschauend anzugehen, wird das Oberbaselbiet auch künftig ein attraktiver Lebens- und Wirtschaftsraum bleiben.
Angelo Tomaselli, Sissach