Regierung, Zivildienst und Zuwanderung
29.05.2026 Leserreise, SchweizDer Abstimmungs- und Wahltag am 14. Juni beschäftigt die Leserinnen und Leser
Regierungsratswahl
Erfahren, führungsstark und für die Menschen
Mit Philipp Schoch stellt sich eine Persönlichkeit zur Wahl in den Regierungsrat, die ...
Der Abstimmungs- und Wahltag am 14. Juni beschäftigt die Leserinnen und Leser
Regierungsratswahl
Erfahren, führungsstark und für die Menschen
Mit Philipp Schoch stellt sich eine Persönlichkeit zur Wahl in den Regierungsrat, die Führungserfahrung und politische Kompetenz mit echter Nähe zu den Menschen vereint. Gerade in einer Zeit, in der sachliche und verlässliche Politik wichtiger denn je ist, braucht unser Kanton Regierungsräte mit klarer Haltung und einem offenen Ohr für die Anliegen der Bevölkerung.
Philipp Schoch bringt dafür beste Voraussetzungen mit. Als langjähriger Landrat, ehemaliger Landratspräsident und Gemeinderat von Pratteln kennt er die politischen Prozesse auf Gemeinde- und Kantonsebene aus erster Hand. Ganz wichtig: Sein Netzwerk reicht über den Kanton hinaus. Er weiss, wie man Lösungen baut, die allen nützen, wie man Mehrheiten schafft und wie man Verantwortung übernimmt. Diese grosse politische Erfahrung macht ihn zu einem glaubwürdigen und starken Kandidaten für den Regierungsrat.
Seine Führungsstärke beweist Philipp Schoch nicht nur in der Politik, sondern auch beruflich: Als Leiter der Notfallstation des Kantonsspitals trägt er täglich Verantwortung in anspruchsvollen Situationen, trifft klare Entscheidungen unter Zeitdruck und führt Mitarbeitende mit Ruhe, Übersicht und Menschlichkeit. Diese Erfahrung ist gerade für ein Regierungsamt wertvoll.
Besonders überzeugt mich zudem seine Bodenhaftung. Bei aller Erfahrung weiss Philipp, dass die Politik den Menschen dienen muss – im Ober- wie im Unterbaselbiet. Er kennt die Sorgen und Herausforderungen der Bevölkerung im Baselbiet und begegnet ihnen auf Augenhöhe – unkompliziert, direkt, respektvoll – und immer mit einem Plan.
Ich wähle Philipp Schoch am 14. Juni mit voller Überzeugung in den Regierungsrat.
Florence Brenzikofer, Nationalrätin Grüne, Oltingen
Ein Macher in den Regierungsrat
Mit der Ersatzwahl in den Baselbieter Regierungsrat vom 14. Juni steht eine wichtige Weichenstellung bevor. Politisch ist relevant, dass die wählerstärkste Kraft, die SVP, derzeit nicht im Regierungsrat vertreten ist. Ein wesentlicher Teil der Stimmbürgerinnen und Stimmbürger sieht sich heute nicht in der Exekutive vertreten. In unserer bewährten direkten Demokratie ist es wichtig, dass alle relevanten Kräfte angemessen mitwirken.
Die SVP präsentiert mit Matthias Liechti eine gestandene Persönlichkeit, die das Zeug hat, wieder kräftig neuen Schub und Zug in den Regierungsrat zu bringen. Kein «Polteri», ein Macher. Fachlich und persönlich ist relevant, dass er aus seiner beruflichen und politischen Laufbahn alle Fähigkeiten und Kompetenzen mitbringt, um ein Departement verantwortungsvoll zu führen und im Regierungsgremium engagiert eine tragende Rolle zu übernehmen.
Er hat immer wieder bewiesen, dass er entschlossen anpackt, genau zuhört, gewissenhaft arbeitet und schliesslich mehrheitsfähige Lösungen präsentiert, die dann auch praktikabel und umsetzbar sind. Deshalb empfehle ich, am 14. Juni Matthias Liechti als neuen Regierungsrat für unser Baselbiet zu wählen.
Thomas de Courten, Nationalrat SVP, Rünenberg
Abstimmungskampf
Un-Demokraten am Werk
Replik zur Karikatur in der «Volksstimme» vom 22. Mai, Seite 10
Die direkte Demokratie lässt alle Meinungen zu, seien sie noch so konträr. Es bedarf der Rede und der Gegenrede. Nur wer die sachlich-fachliche Auseinandersetzung wegen fehlender oder schwacher Argumente scheut und Angst vor einem politischen Mitbewerber hat, fühlt sich bemüssigt, Plakate zu zerstören.
Bei den «Tätern» muss es sich um nie erwachsenwerdende, meinungsfreiheitsfeindliche, ideologisch verblendete und vermutlich debile Demokratiegegner handeln. Ebenso sollten Karikaturen erheitern und nicht abstrafen (Stichwort «Frosch Fresser»).
Andi Trüssel, Landrat SVP, Frenkendorf
«10-Millionen-Schweiz»
Schluss mit Chaos und dem Zuwanderungs-Dogma
Die Gegner der Nachhaltigkeitsinitiative reden mantraartig von der «Chaos-Initiative». Dabei führt die masslose Zuwanderung zu Chaos in unserem Land. Verstopfte Strassen, überfüllte Züge, lange Warteschlangen bei Wohnungsbesichtigungen, explodierende Ausländer-Kriminalität und überfüllte Gefängnisse. Geht es nach dem Willen der Gegner, soll alles so weitergehen. Seit Jahren wird uns das Märchen vom Wohlstand durch Personenfreizügigkeit aufgetischt. Reiner Eichenberger, Professor für Theorie der Finanzund Wirtschaftspolitik an der Universität Freiburg, räumt mit der Wohlstandslüge auf: Ohne das «Grenzgängerdoping» – Grenzgänger zählen zur Wirtschaftsleistung, aber nicht zur Wohnbevölkerung – wächst unser BIP pro Kopf nur um 0,39 Prozent pro Jahr – wir liegen damit sogar hinter dem kriselnden Euroraum.
Das rasante Bevölkerungswachstum treibt Mieten und Infrastrukturkosten überproportional in die Höhe, belastet die Umwelt und senkt die Lebensqualität. Die Personenfreizügigkeit lindert den Fachkräftemangel nicht, sie befeuert ihn durch eine stetig wachsende Nachfrage. Es ist höchste Zeit, dass wir dieses Zuwanderungs-Dogma beenden. Die 10-Millionen-Initiative fordert genau das: Eine Rückkehr zu einer klug gesteuerten, massvollen Zuwanderung, die dem Land und seinen Bürgern wirklich nützt, anstatt nur die Profite einiger weniger Wirtschaftsverbände zu mehren. Deshalb am 14. Juni ein klares Ja für echte wirtschaftliche Vernunft. Die Schweiz hat ihren Wohlstand durch Qualität und Innovation aufgebaut, nicht durch unkontrolliertes Bevölkerungswachstum.
Peter Riebli, Parteipräsident SVP land und Landrat, Buckten
Abstimmung Zivildienst
Zivildienst ausbauen
Es ist eine absolute Schande, was sich in Bern in Sachen Militär abspielt, das sind Zustände wie in Russland. Dort verzockt Putin das Vermögen der Russen im Krieg mit der Ukraine. Bei uns sind es Bundesrat und Parlament, die unsere Gesellschaft mit dieser Armee in den Abgrund stürzen. Der Klimaschutz würde ohne Flugzeuge und Panzer, die Unmengen von Treibstoff verbrauchen, gefördert. Es könnte sehr viel für den Klimaschutz getan werden, ohne auf etwas verzichten zu müssen. Die hohen Anschaffungskosten könnten sinnvoller in Katastrophenschutz (Brandschutz, Crans-Montana, zum Beispiel), Kriminalitätsbekämpfung aller Art, den öffentlichen Verkehr gesteckt werden. In Gesundheit und, und, und. Deshalb am 14. Juni ein Nein zum Zivildienstabbau.
Walter Tschudin, Thürnen
Schwimmbad
Willkommen in der «Badi», aber bitte für alle
Zum Artikel «Willkommen in der ‹Badi› – mit Anstand» in der «Volksstimme» vom 21. Mai,
Seite 10
Der Artikel will humorvoll an Rücksicht und Ordnung erinnern. Dagegen ist nichts einzuwenden. Problematisch wird es, wo unter «Anstand» ein enges Bild von Körper und Geschlecht verteidigt wird. Besonders irritiert die Passage zu Garderoben, Duschen und Toiletten. «Männlein und Weiblein» sowie der Satz, Orientierung sei «keine Kunstform, sondern Pflichtprogramm», sind aus queerer Sicht herablassend. Für FINTA-Personen ist die «richtige» Garderobe oft mit Unsicherheit verbunden. Niemand sollte die eigene Identität erklären oder sich in eine Kategorie pressen müssen, nur um sich umzuziehen oder eine Toilette zu benutzen. Unisex-Umkleiden und WCs wären kein Angriff auf die Ordnung, sondern ein Schritt zu Sicherheit und Würde.
Auch die Passage zu nackten Kleinkindern ist unpassend. Entscheidend ist nicht die Nacktheit der Kinder, sondern wie Erwachsene reagieren. Kinderkörper sollten nicht beschämt oder sexualisiert werden. Verantwortlich sind Erwachsene und ihr Blick. Problematisch ist zudem «artgerechte» Kleidung. «Artgerecht» sagt man über Tiere, nicht Menschen. Solche Sprache wertet Menschen ab, deren Badekleidung nicht der Mehrheitsnorm entspricht, etwa aus kulturellen oder gesundheitlichen Gründen. Wer laut telefoniert, Abfall liegen lässt oder ungefragt fotografiert, stört tatsächlich. Wer aber nicht ins Männer-Frauen-Schema passt, den Körper anders erlebt, Behinderungen hat oder religiös geprägte Badekleidung trägt, stört nicht.
Statt humorvoll zuzuspitzen, wäre journalistische Sorgfalt nötig. Ein seriöser Beitrag hätte Regeln sachlich erklärt und kritisch gefragt: Wen betreffen sie? Passen sie in die heutige Zeit? Grenzen sie Menschen aus? Spott ersetzt Einordnung und macht Ausgrenzung salonfähig. Anstand bedeutet mehr als Ordnung. Er bedeutet, Menschen nicht lächerlich, unsichtbar oder sprachlich abzuwerten.
Familie Linnenbach, Sissach
Gedanken zu Politik und Religion
Gibt es überhaupt unbequeme Wahrheiten?
Zur Kolumne «Meine Welt» von Matthias Plattner in der «Volksstimme» vom 22. Mai, Seite 8
Einmal mehr hat Pfarrer Matthias Plattner eine bedenkenswerte Kolumne verfasst. Immer wieder wird die Frage gestellt, ob sich Kirchenangehörige zu politischen Fragen äussern sollen oder nicht. Die erwähnte Kolumne beweist meiner Ansicht nach klar: Ja, auf jeden Fall! Denn sie enthält doch einige Aspekte, die man unbedingt beachten sollte, bevor man bei der Abstimmung zur Nachhaltigkeitsinitiative mit Ja oder Nein reagiert. Doch bereits der Titel dieser Kolumne stimmt mich nachdenklich: Gibt es denn auch bequeme Wahrheiten? Ist es nicht vielmehr so, dass die Wahrheit, wenn sie wirklich eine Wahrheit ist, immer einen grossen oder kleinen Prüfstein darstellt? Auf jeden Fall kann es nicht sein, dass man es mit der Wahrheit nicht genau nehmen muss, bloss weil sie angeblich schwierig zu definieren ist.
Und wenn Matthias Plattner schon Jesus Christus erwähnt, so erlaube ich mir, daran zu erinnern, dass er spricht: «Ich bin der Weg, die Wahrheit und das Leben. Niemand kommt zum Vater, ausser durch mich.» Evangelium nach Johannes, 14,6. Doch wie können wir denn wissen, ob dem auch so ist? Zum einen, weil es geschrieben steht. Und zum andern, weil man es nur dadurch erfährt, indem man sich darauf einlässt und auf ihn vertraut! Zwar ist er ja in den Himmel aufgefahren. Doch nur bis an dem Tag, an dem er wiederkommt. Bis dahin wird er vertreten durch die Kraft des Heiligen Geistes. Das Pfingstfest erinnert daran, dass er über alles Fleisch ausgegossen worden ist, damit wir nicht müde werden, die Wiederkunft unseres Herrn und Erlösers zu erwarten.
Fritz Häuselmann, Gelterkinden

