Regierung legt Start für Kita-Beiträge fest

  27.08.2026 Baselbiet

Kanton will Eltern ab August 2028 zusätzlich unterstützen

sda. Der Kanton Baselland will die Beiträge für die familienergänzende Kinderbetreuung ab dem 1. August 2028 auszahlen. Dies teilte der Regierungsrat vorgestern mit.

Die neue Regelung sieht vor, dass der Kanton 25 Prozent der familienexternen Kinderbetreuungskosten übernimmt, unabhängig vom Einkommen der Eltern. Die Gemeinden behalten zudem ihre einkommensabhängigen Subventionen, wie es in der Mitteilung heisst. Anspruchsberechtigt seien Eltern von Kindern vom Alter von drei Jahren bis zum Ende der Primarschule. Sie müssten aber ein gemeinsames Mindestarbeitspensum von 120 Prozent vorweisen können – Alleinerziehende ein Pensum von 20 Prozent.

Bis zur erstmaligen Auszahlung in zwei Jahren seien umfangreiche Vorbereitungsarbeiten bei Kanton und Gemeinden notwendig, schreibt die Regierung. Die Gesamtkosten für den Kanton werden jährlich auf rund 36 Millionen Franken geschätzt. Die Exekutive erhofft sich dadurch eine substanzielle Verbesserung der Vereinbarkeit von Familie und Beruf sowie positive Auswirkungen auf die Standortattraktivität des Kantons.

Die Revision des Gesetztes über die familienergänzende Kinderbetreuung ist ein vom Landrat im Juni gutgeheissener Gegenvorschlag zu einer Initiative der Baselbieter SP. Die Sozialdemokraten hatten daraufhin ihre Initiative zurückgezogen.

SP fordert frühere Umsetzung
Aus Sicht der SP Baselland ist die Verzögerung unverständlich, wie sie ebenfalls vorgestern in einer Mitteilung schrieb. Die Partei will nach eigenen Angaben alles daran setzen, dass die Entlastung bei der Kinderbetreuung bereits ab Januar 2028 greift, also ein halbes Jahr vor dem Zeitplan des Regierungsrats.

Im Baselbiet bestehe grosser Handlungsbedarf, heisst es vonseiten der SP. Sie habe ihre Initiative gerade im Sinne einer raschen Umsetzung zurückgezogen. Nach dem klaren Entscheid des Landrats dürfe die Entlastung nicht «unnötig aufgeschoben werden», wird SP- Fraktionspräsident Adil Koller zitiert.


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