Replik zum Leserbrief «Völlig daneben» von Hannes Schweizer in der «Volksstimme» vom Donnerstag, 19. Februar, Seite 12
Wenn der gemeinderätliche Leserbriefschreiber aus Oberdorf meint, dass bei der Initiative «Prämienabzug für alle» ...
Replik zum Leserbrief «Völlig daneben» von Hannes Schweizer in der «Volksstimme» vom Donnerstag, 19. Februar, Seite 12
Wenn der gemeinderätliche Leserbriefschreiber aus Oberdorf meint, dass bei der Initiative «Prämienabzug für alle» Personen mit hohen Einkommen «überproportional profitieren», missversteht er entweder den Begriff Proportionalität oder hat Mühe mit dem Prozentrechnen.
Nehmen wir als Beispiel eine vierköpfige Familie in Oberdorf, die dank der Initiative in Zukunft Krankenkassenprämien im Betrag von 15 000 Franken vom steuerbaren Einkommen abziehen kann: Bei einem bisherigen steuerbaren Einkommen von 70 000 Franken mussten bisher 2754.75 Franken Staats- und Gemeindesteuern bezahlt werden. Neu würde diese Familie noch 257.05 Franken zahlen, spart also 2497.70 Franken und zahlt 90,7 Prozent weniger Steuern. Bei einem bisherigen Einkommen von 100 000 Franken sehen die Zahlen folgendermassen aus: Bisherige Steuern 9054.30 Franken, neu 5731.95 Franken, Ersparnis 3322.35 Franken res- pektive 36,7 Prozent weniger Steuern. Bei einem bisherigen Einkommen von 150 000 Franken zahlte die Familie 21 204.65 Franken Steuern, neu 17 413.05 Franken, Ersparnis 3791.60 Franken respektive 17,8 Prozent.
Wo da ein überproportionales Profitieren höherer Einkommen sein soll, erschliesst sich wohl nur dem Oberdörfer Gemeinderat. Wenn schon jemand überproportional profitieren würde, dann ganz klar die tieferen Einkommen. Um alle Steuerzahler, aber insbesondere den Mittelstand, spürbar und nachhaltig zu entlasten, braucht es ein überzeugtes Ja zur Initiative «Prämienabzug für alle».
Andi Trüssel, Landrat SVP, Frenkendorf