Die 26 Arbeitsplätze bleiben am bisherigen Standort
Die aus der Region Grenchen stammende Pfiffner-Gruppe übernimmt die Schaltungsabteilung von Rauscher & Stöcklin (R&S) in Sissach. Sie verbleibt bis auf Weiteres im bestehenden Gebäude von R&S. Seit Januar ...
Die 26 Arbeitsplätze bleiben am bisherigen Standort
Die aus der Region Grenchen stammende Pfiffner-Gruppe übernimmt die Schaltungsabteilung von Rauscher & Stöcklin (R&S) in Sissach. Sie verbleibt bis auf Weiteres im bestehenden Gebäude von R&S. Seit Januar prangt am Gebäude das Banner der Pfiffner-Gruppe.
Peter Sennhauser
Für den Standort Sissach bedeutet die Transaktion offenbar in erster Linie Kontinuität: Sämtliche 26 Mitarbeitenden des bisherigen Profitcenters von Rauscher & Stöcklin (R&S) werden übernommen. Der Betrieb bleibt vorerst am heutigen Ort: Die Abteilung ist weiterhin bei R&S eingemietet. Das bestätigte die Sprecherin der Pfiffner-Gruppe, Federica Linder, auf Anfrage der «Volksstimme». Mittelfristig könne ein Umzug an einen anderen Standort der Gruppe in der Region geprüft werden. Die Mitarbeitenden seien entsprechend orientiert worden. Konkrete Angaben zu einem möglichen Zeithorizont gibt es nicht.
Rauscher & Stöcklin beschäftigt in Sissach rund 120 Personen. Das Unternehmen gehört zur R&S Group mit weltweit mehr als 1000 Mitarbeitenden (Stand 2025). Die Schaltungsabteilung war innerhalb der Gruppe als Profitcenter organisiert. Laut Sprecherin Doris Rudischhauser gab es nur begrenzte Synergien mit dem Kerngeschäft, dem Transformatorenbau. Deshalb habe man einen Käufer gesucht. Mit der Pfiffner-Gruppe sei ein in der Region ansässiges Familienunternehmen gefunden worden. Für R&S sei es wichtig gewesen, dass Arbeitsplätze und Standort gesichert bleiben.
Die Pfiffner-Gruppe wurde 1927 gegründet und beschäftigt weltweit rund 1200 Mitarbeitende. In der Schweiz arbeiten 750 Personen für das Unternehmen, davon 450 in der Nordwestschweiz. Der übernommene Bereich ist gemäss Pfiffner der grösste innerhalb der Pfiffner Schaltgeräte AG. Innerhalb der Gruppe gebe es keine Konkurrenz zum Standort Sissach, da die Produkte das bestehende Portfolio ergänzten.
Unternehmen im Aufwind
Für R&S ändert sich am Standort Sissach abgesehen von der Abspaltung der Schaltungsabteilung nichts. Das übrige Geschäft bleibt bestehen. Insgesamt laufe es gut, teilt das Unternehmen mit. Für das Geschäftsjahr 2025 weist die Gruppe ein organisches Wachstum von 8,6 Prozent aus. Der Umsatzsprung von 47 Prozent gegenüber 2024 steht im Zusammenhang mit der Übernahme der irischen Kyte Powertech im August 2024.
Treiber des Geschäfts seien unter anderem Dekarbonisierung, Dezentralisierung und Digitalisierung sowie die Erneuerung der elektrischen Netze in Europa. Die Hauptmärkte von R&S liegen in der Schweiz und in Europa. Eine nennenswerte Präsenz in den USA besteht laut Sprecherin Doris Rudischhauser nicht.