Unpassendes Verfahren – zu teures Resultat
Gelterkinden braucht eine gute und bezahlbare Schulraumlösung – kein architektonisches Prestigeobjekt. Mit dem anonymen, offenen Architekturwettbewerb wurde 2023 leider das falsche Verfahren gewählt. ...
Unpassendes Verfahren – zu teures Resultat
Gelterkinden braucht eine gute und bezahlbare Schulraumlösung – kein architektonisches Prestigeobjekt. Mit dem anonymen, offenen Architekturwettbewerb wurde 2023 leider das falsche Verfahren gewählt. Solche Wettbewerbe priorisieren die Architektur und nicht die wirtschaftliche Umsetzbarkeit. Das Resultat: Das gewählte Siegerprojekt «Campus Loggia» kostet über 50 Prozent mehr als der vorgegebene Kostenrahmen von 7 Millionen Franken. Auch ist fraglich, ob der Wettbewerbsgewinbrner, das Einzelunternehmen «Atelier Amont Inhaber L. Allen», über die Erfahrung für die effiziente Umsetzung des Projekts verfügt. Ein Blick in die Website zeigt: Das Atelier ist klein, international ausgerichtet und glänzt mehr durch Wettbewerbsteilnahmen und akademische Tätigkeit und weniger durch Realisierung von Schulbauten. Bei der öffentlichen Vorstellung des Siegerprojekts durch die Wettbewerbsjury im November 2023 war das «Atelier Amont» nicht in der Lage, dem Publikum das Projekt in Deutsch vorzustellen. Inzwischen liess der Inhaber, Herr Logan Allen, das «Atelier Amont» als GmbH mit dem Mindestkapital von 20 000 Franken in Basel eintragen. Auch das sind nicht gerade vielversprechende Projektvoraussetzungen, die das anonyme, offene Verfahren ergeben hat.
Mit einem selektiven Verfahren hätte man erfahrene Architekturbüros auswählen und ein realistisches, bezahlbares Projekt entwickeln können. Darum jetzt konsequent handeln: Nein zum Millionen-Planungskredit! Kein weiteres Geld für dieses unpassende, überteuerte Projekt.
Christian Tanner, Gelterkinden, ehem. Mitglied der Gemeindekommission