Prächtige Natur, Bauten und Kulinarik
28.08.2026 Leserreise, BaselbietSeefeld | Die erste «Volksstimme»-Leserreise ins Tirol war ein voller Erfolg
Den Teilnehmenden der ersten «Volksstimme»-Leserreise nach Seefeld haben die Landschaften, die schmucken Dörfer und Kleinstädte sowie das gute Essen im Tirol und ...
Seefeld | Die erste «Volksstimme»-Leserreise ins Tirol war ein voller Erfolg
Den Teilnehmenden der ersten «Volksstimme»-Leserreise nach Seefeld haben die Landschaften, die schmucken Dörfer und Kleinstädte sowie das gute Essen im Tirol und auch in Oberbayern sehr gefallen. Die vier Reisetage seien viel zu schnell zu Ende gegangen, war zu hören.
André Frauchiger
Gemütlich, eindrucksvoll, aber nie langweilig: So kann die viertägige «Volksstimme»-Leserreise vom 17. bis am 20. August nach Seefeld im Tirol mit Ausflug nach Bad Tölz in Oberbayern charakterisiert werden. Die 28 Teilnehmerinnen und Teilnehmer wussten dies zweifellos zu schätzen, wie verschiedensten Äusserungen zu entnehmen war. Die Naturschönheiten des Allgäus, des Tirols, Oberbayerns und Voralbergs sowie die ortstypischen schmucken Dörfer und Städtchen mit ihrer speziellen Baukultur konnten in vollen Zügen genossen werden.
Die Hinfahrt am ersten Tag in Richtung Winterthur und St. Gallen wurde nur durch den Kaffeehalt im Restaurant «Schäfli» in Wängi unterbrochen. Nach St. Gallen ging die Reise an den Bodensee und weiter ins Bayerische Allgäu, nach Kisslegg ins Restaurant «Ochsen» zum Mittagessen mit Schnitzel und Pommes.
Über die «Oberschwäbische Barockstrasse» führte der Weg weiter in Richtung Füssen und vorbei an Garmisch-Partenkirchen mit kurzer Besichtigung der beeindruckenden Skisprungschanze. Schliesslich ging die Fahrt weiter über die Landesgrenze nach Österreich ins Tirol, ehe im Kleinstädtchen Seefeld die Unterkunft bezogen wurde. Das Viersterne-Hotel «Daschil’s Bergland» war die Bleibe für die nächsten drei Nächte mit Morgen- und Nachtessen.
Um es gleich vorwegzunehmen: Das Hotel hielt, was es auf seinem Werbeprospekt versprochen hatte: Es ist ein Ort «für Genuss und Entspannung». Die Morgen- und mehrgängigen Abendbuffets waren Tag für Tag lecker und zeugten von hoher Kochkunst. Dass wider Erwarten sämtliches Getränk bis um 22 Uhr «All inclusive» war, stiess auf grosse (Trink-)Freude.
Kutschenfahrt auf die Alm
Der zweite Tag der Reise war der Gemütlichkeit gewidmet. Morgens konnte der Wochenmarkt im Zentrum von Seefeld besucht werden, wobei es an den Ständen für jeden Geschmack etwas zu entdecken gab. Am Mittag luden vier Kutscher mit ihren Zweispänner-Planwagen zur dreiviertelstündigen Plauschfahrt auf die Wildmoosalm oberhalb von Seefeld ein. Eine Mittagspause auf der Alm brachte die erhoffte luftige Erholung. Nach der Rückkehr am früheren Nachmittag bestand nochmals Gelegenheit, Seefeld zu erkunden und zwischendurch die Beine in einer Gastwirtschaft baumeln zu lassen.
Seefeld ist ein sehr alter, geschichtsträchtiger Kur-, Sport- und Wallfahrtsort. Im Jahr 1077 wurde der Ort erstmals als «Sevelt» urkundlich erwähnt. Doch bereits zu römischer Zeit führte eine Heeresstrasse von der Po-Ebene über die Passhöhen und Seefeld bis zur heutigen Stadt Augsburg, der ältesten Stadt Bayerns. Seefeld war früher auch Ziel von Wallfahrts- und Pilgerreisen. Das heutige grosse Gebäude der Brauerei, das zur Zeit renoviert wird, war früher ein Kloster.
Das heutige Touristenzentrum Seefeld ist eine Olympiastadt: In den Jahren 1964, 1976 und 2012 wurden hier Wettbewerbe Olympischer Winterspiele (nordische Disziplinen) und Jugendwinterspiele durchgeführt. Davon zeugt eine respektable Sprungschanze. Diese ist nach der Skilegende Anton «Toni» Seelos, der von 1911 bis 2006 lebte, benannt. Seelos war vierfacher Skiweltmeister und führte – für Skifahrende ein Begriff – den Parallel- anstelle des Stemmschwungs ein. Als Seefelder führte er bis in die 1980er-Jahre die örtliche Skischule.
Der Höhepunkt des dritten Reisetags war der Besuch des bekannten Städtchens Bad Tölz in Oberbayern. Berühmt vor allem deshalb, weil es bei 69 Folgen der Serie «Der Bulle von Tölz» mit dem Schauspieler Ottfried Fischer als Filmkulisse diente.
Allein schon die Fahrt von Seefeld nach Bad Tölz war ein Erlebnis. Beeindruckende Wälder, Seen und Ortschaften wechselten sich in bunter Reihenfolge ab. Natur pur! Besonders die Landschaften rund um den Walchensee und den Kochelsee in Oberbayern waren allein schon die Reise wert. Das Tölzer Land mit seinen Naturbadseen lud zum Verweilen ein.
Das erstmals urkundlich im Jahre 1180 erwähnte «Tölz» erhielt bereits im Jahre 1331 das erweiterte Marktrecht durch den damaligen Kaiser Ludwig von Bayern. Es wurde als Handels- und Kurstadt ziemlich wohlhabend. Der Bäder-Tourismus blühte insbesondere im 19. und anfangs des 20. Jahrhunderts. Bad Tölz wurde bereits 1874 an das Eisenbahnnetz angeschlossen, was ein grosser Vorteil war und Kurgäste aus ganz Europa in die Kleinstadt brachte. Insbesondere das Zentrum, die Marktgasse, zeugt vom Wohlstand mit seinen sorgfältig renovierten historischen Häusern im Barockstil, geschmückt mit zahlreichen Malereien an den Hauswänden. Bad Tölz ist aber auch auf dem Weg in die Zukunft: Am Stadtrand entsteht ein neues Transfer- und Innovationszentrum der Hochschule München.
Eine schöne Heimfahrt
Am vierten Reisetag hiess es leider schon wieder Kofferpacken. Die Fahrt führte ins Inntal, nach St. Anton am Arlberg, auf den rund 1600 Meter hohen Arlberg und über den 1773 Meter hohen Flexenpass in die vorarlbergischen Skiorte Lech und Zürs. Dann ging es weiter Richtung Bregenzerwald und über den 1600 Meter hohen Hochtannbergpass in die Bregenzerwald-Region. In einem rustikalen Gasthof namens «Uralt» in Au im Bregenzerwald gab es ein reichliches Mittagessen.
Über Dornbirn und die Grenze bei Diepoldsau gelangte die Reisegruppe wieder in die Schweiz. In Pfäffikon im Restaurant «Sternen» gab es noch einen «Zoobe». Frisch gestärkt wurde die Fahrt an die verschiedenen Ausstiegsorte im Oberbaselbiet fortgesetzt. Kurz: Ein abgerundetes Programm.
Ein Dank gilt Buschauffeur Martin Herzig von Sägesser-Reisen für seine umsichtige Fahrweise sowie Hilfsbereitschaft und Freundlichkeit.
Die zweite «Volksstimme»-Leserreise mit gleichem Reiseziel: 5. – 8. Oktober, wird begleitet von Heidi und Eugen Schwarz.





