Postauto-Fahrplan und Rössli
01.09.2026 BRIEFEWer zahlt, befi ehlt?
Zu den Artikeln «Vom Schnellzug abgehängt» in der «Volksstimme» vom 27. August, Seite 4, sowie «Das ‹Rössli› steckt in der Zwickmühle» in der «Volksstimme» vom 14. August, Seite ...
Wer zahlt, befi ehlt?
Zu den Artikeln «Vom Schnellzug abgehängt» in der «Volksstimme» vom 27. August, Seite 4, sowie «Das ‹Rössli› steckt in der Zwickmühle» in der «Volksstimme» vom 14. August, Seite 5.
Mein Vater war während Jahrzehnten für die Gestaltung der Postautofahrpläne ab Gelterkinden verantwortlich. Es galt Rücksicht auf Schulen (Gelterkinden, Rheinfelden), grosse Arbeitgeber und Pendlerinnen und Pendler zu nehmen. Für Anliegen war er auf der Post Gelterkinden erreichbar und setzte sich bei Kürzungsvorhaben bei den vorgesetzten Stellen in Basel und Bern vehement ein. Auch damals galt: Wer zahlt, befiehlt!
Heute haben die Verantwortlichen von Postauto wohl nicht mehr genug Bezug zu den Bedürfnissen der Fahrgäste. Ich fordere Regierungsrat Isaac Reber auf, aufzuzeigen, wer wie viel an den öV bezahlt (U-Abos, Gemeinden, Kanton, Bund), und wie genau die Planung des gültigen Fahrplans ablief. Wie kann er als Grüner dazu beitragen, dass Leute vom öV auf Autos umsteigen, weil seine Fachstelle die Bedürfnisse nicht erkennt und keinen sauberen Fahrplan hinbekommt?
Heimat- und Denkmalschutz fordern wie Ewiggestrige die Erhaltung von veralteten Gebäuden (Sissach und Wintersingen). Wenn es dann aber um die Finanzierung der Mehrausgaben für die Strukturerhaltung geht, bekommt man keinen Franken. Dort gilt dann nicht: Wer befiehlt, zahlt! Denkt man Heimat- und Denkmalschutz zu Ende, würden wir noch immer in Höhlen hausen, weil man nie hätte etwas ändern dürfen …
Mein Vorschlag: Der Kanton könnte die gesamten Stellen streichen und das Geld dafür in den öV stecken. Wer an den alten Häusern hängt, soll auf den Ballenberg ziehen.
Daniel Bühler, Gelterkinden
