Was will die SVP mit der Initiative, über die wir am 14. Juni abstimmen werden? In einem recht langen Text beschreibt sie die Details ihres Weltbildes. Die Zusammenarbeit mit der EU und Europa abbrechen. Schon in wenigen Jahren würde der bilaterale Weg mit der EU beendet sein. ...
Was will die SVP mit der Initiative, über die wir am 14. Juni abstimmen werden? In einem recht langen Text beschreibt sie die Details ihres Weltbildes. Die Zusammenarbeit mit der EU und Europa abbrechen. Schon in wenigen Jahren würde der bilaterale Weg mit der EU beendet sein. Zurück zum Saisonierstatus: Arbeitsmigranten würden entrechtet und der Lohnschutz fiele weg. Der Familiennachzug für EU-Bürger würde eingeschränkt.
Welche Gesellschaft hat sich in der Geschichte ohne Not selbst beschränkt? Vergleiche lassen sich allenfalls mit der Einkindpolitik von China ziehen – schreibt Kaspar Surber in der «Woz». In der Schweiz befindet sich die Geburtenrate noch bei 1,3 Kindern pro Frau. Es bräuchte mindestens das Doppelte, um die Bevölkerungszahl zu erhalten. Unter den Zugewanderten sind etwa 7 Prozent Asylsuchende. Die Initiative will wichtige Menschrechtsabkommen kündigen. Das Recht auf Asyl würde vollständig abgeschafft.
Wie wäre es, wenn wir uns in der Verschwendung von Platz einschränken würden? 1 Million Zweitwohnungen, viele Haushalte mit zwei Autos, und diese immer protziger. Die SVP redet von «Erhalt der natürlichen Lebensgrundlagen». Ihr Bundesrat Rösti will aber die Autobahnen ausbauen und ein Atomkraftrevival. Widersprüchlicher geht es nicht. Deshalb Nein zu dieser Initiative.
Donat Oberson, Böckten