Moderner Web-Auftritt des Basler Politmediums
nsc. Das kultige Layout des Newsportals «OnlineReports», das der Oberbaselbieter Journalist Peter Knechtli 1998 ins Leben rief und bis 2023 in Eigenregie betrieb, ist Geschichte. Die Besitzer Jan Amsler und ...
Moderner Web-Auftritt des Basler Politmediums
nsc. Das kultige Layout des Newsportals «OnlineReports», das der Oberbaselbieter Journalist Peter Knechtli 1998 ins Leben rief und bis 2023 in Eigenregie betrieb, ist Geschichte. Die Besitzer Jan Amsler und Alessandra Paone – ebenfalls im Oberbaselbiet beheimatete Journalisten – führen das Erbe von Knechtli seit rund zwei Jahren fort und schreiben in einem Communiqué: «Seit wir ‹OnlineReports› übernommen haben, spricht man uns auf unsere Dinosaurier-Website an. Die einen finden unseren Auftritt kultig, die anderen altbacken. Und wir? Eine Hassliebe …»
Der Retrolook der Website ist seit der Gründung des ältesten Online-Mediums der Schweiz gleich geblieben. Inhaltlich ändert sich für die Leserinnen und Leser wenig: Die Formate bleiben mehrheitlich die gleichen. Der neue Web-Auftritt hat «We Publish» entwickelt. Mit der Förderung und Weiterentwicklung einer digitalen Infrastruktur für unabhängige Medien will die Stiftung zur Stärkung der Medienvielfalt beitragen. Das Basler Online-Medium «Bajour» setzt ebenfalls auf deren Infrastruktur.
Mit einer ähnlichen Motivation gründen Amsler und Paone zusätzlich zum Relaunch der Website den Verein «Freunde von ‹OnlineReports›». Dieser ist gemeinnützig organisiert und soll finanzielle Mittel eintreiben, damit Paone und Amsler mehr Ressourcen für die journalistische Arbeit einsetzen können. Präsidiert wird der Verein vom Baselbieter Kantonsrichter Hans Furer. Mit dabei im Vorstand ist auch die Baselbieter alt Nationalrätin Kathrin Amacker (CVP), die Präsidentin von «GastroBaselland» Fabienne Ballmer-Gerber, der ehemalige CEO der Merian Iselin Klinik Stephan Fricker sowie der Geschäftsleiter des Marionetten-Theaters Basel Daniel Jansen. Die finanzielle Krise der Medien und der damit verbundene journalistische Abbau verlange nach Lösungen, schreiben Amsler und Paone.