KI-generierte Eingaben sorgen für Mehraufwand
sda. Insgesamt 433 Personen haben sich im vergangenen Jahr wegen Beschwerden gegen die Baselbieter Verwaltung an die Ombudsstelle gewandt. Das entspricht einer Zunahme von 10 Prozent gegenüber dem Vorjahr. Neu ...
KI-generierte Eingaben sorgen für Mehraufwand
sda. Insgesamt 433 Personen haben sich im vergangenen Jahr wegen Beschwerden gegen die Baselbieter Verwaltung an die Ombudsstelle gewandt. Das entspricht einer Zunahme von 10 Prozent gegenüber dem Vorjahr. Neu beschäftigen die Ombudsstelle auch KI-generierte Eingaben, wie die Landeskanzlei am Dienstag mitteilte. Diese mit Künstlicher Intelligenz erstellten Eingaben beruhten häufig auf falschen Grundlagen und würden überhöhte Erwartungen generieren. Dies führe zu einem «erhöhten Konfliktpotenzial» mit der Verwaltung und intensiviere die Arbeit der Ombudsstelle, heisst es in der Mitteilung.
Die Ombudsstelle behandelte zudem 223 Anfragen, 32 Prozent mehr als im Vorjahr. Die hohen Fallzahlen entsprechen einem allgemeinen Trend bei den parlamentarischen Ombudsstellen. Gründe dafür sieht die Ombudsstelle in den geopolitischen Krisen, der zunehmend komplexeren Verwaltung, knappen Ressourcen und einer Individualisierung der Gesellschaft mit Bewusstsein um die eigenen Rechte.
Vergangenes Jahr gab es mehr Beschwerden zur kantonalen Verwaltung im Vergleich zu den Gemeinden. Betroffen waren vor allem die Steuerverwaltung, die Polizei, das Betreibungs- und Konkursamt sowie das kantonale Amt für Industrie, Gewerbe und Arbeit, kurz Kiga, wie es im Communiqué weiter heisst. Auf Gemeindeebene seien die Beschwerden vor allem im Bereich der Sozialhilfe gestiegen. Einen Rückgang der Fälle stellt die Ombudsstelle bei den Beschwerden zur Schule auf der Sekundarstufe I und II fest, wobei die Anzahl Fälle auf Primarstufe gleich blieb. Die Ombudsstelle hiess 21 Prozent der Beschwerden gut und 16 Prozent teilweise gut, wie es im Jahresbericht heisst.
Die Ombudsstelle ist laut eigenen Angaben eine unabhängige Stelle, an die sich Bürgerinnen und Bürger niederschwellig bei Problemen oder Unklarheiten mit der kantonalen oder kommunalen Verwaltung wenden können. Sie berät, prüft das Verwaltungshandeln auf Recht- und Zweckmässigkeit und vermittelt bei Konflikten.