Pratteln | Der Kanton Baselland hat gestern in Pratteln eine temporäre Unterkunft zur Erstunterbringung von Flüchtlingen eröffnet. Er sah sich dazu gezwungen, weil die Gemeinden ihr Aufnahme-Soll nicht erfüllen, wie die Baselbieter Finanz- und Kirchendirektion ...
Pratteln | Der Kanton Baselland hat gestern in Pratteln eine temporäre Unterkunft zur Erstunterbringung von Flüchtlingen eröffnet. Er sah sich dazu gezwungen, weil die Gemeinden ihr Aufnahme-Soll nicht erfüllen, wie die Baselbieter Finanz- und Kirchendirektion mitteilte. Die temporäre Unterkunft in einem ehemaligen Laborgebäude der Coop solle vorerst bis Ende März für 100 Geflüchtete Platz bieten. Damit will der Kanton aktuelle Engpässe bei der Unterbringung der vom Bund zugewiesenen Asylbewerberinnen und -bewerber überwinden. Gegenwärtig seien es pro Monat 100 bis 150 Personen, im Januar waren es 150 Personen. Gemäss Sozialhilfegesetz seien eigentlich die Gemeinden für die Unterbringung und Betreuung der Flüchtlinge zuständig, heisst es weiter. Die von der Regierung festgelegte Aufnahmequote liege bei einem Anteil von 2,6 Prozent der Wohnbevölkerung. In Tat und Wahrheit sei die Zahl der von den Gemeinden gemeldeten Aufnahmeplätze allerdings stark rückläufig. Der Kanton rechnet für das laufende Jahr mit 1500 bis 2000 Zuweisungen. In der Mitteilung werden die Gemeinden angemahnt, dass sie «ihrem gesetzlichen Auftrag nachkommen und dafür sorgen, dass ausreichend Aufnahmeplätze zur Verfügung stehen». sda.