Die Initiative für die Begrenzung der Bevölkerungszahl (Einwanderung) der SVP bedient sich eines Begriffs, der in den vergangenen Jahren Hochkonjunktur feierte. Nun wissen wir mittlerweile, dass die Nachhaltigkeit je nach Anwendung respektive Verwendung nur dann gilt, wenn es der ...
Die Initiative für die Begrenzung der Bevölkerungszahl (Einwanderung) der SVP bedient sich eines Begriffs, der in den vergangenen Jahren Hochkonjunktur feierte. Nun wissen wir mittlerweile, dass die Nachhaltigkeit je nach Anwendung respektive Verwendung nur dann gilt, wenn es der einen oder anderen politischen Partei oder einem Interessenverband passend erscheint. Persönlich halte ich es eher mit der Begrifflichkeit des Masshaltens und laufe dabei nicht Gefahr, falsch verstanden zu werden.
Unser Lebensraum ist begrenzt, deshalb kämpfen wir dafür, die Vielfalt unserer Pflanzen- und Tierwelt (Diversität) zu erhalten und, wenn möglich, wieder zu entwickeln. Dazu brauchen wir Platz, Ressourcen und geeignete Gebiete.
Dies gilt selbstverständlich auch für uns Menschen. Wir sind deshalb gefordert, unser Augenmerk auf die Gesamtheit der Lebewesen zu richten, ansonsten verlieren wir das Augenmass für die Zukunft – und um diese geht es! Grenzenloses Wachstum wird von einigen Mitmenschen täglich praktiziert und gefordert. Wenn diese Gangart weiter Schule macht, dann ist es um die Nachhaltigkeit, so wie vorgängig beschrieben, geschehen.
Deshalb haben wir uns Instrumente zuzulegen, die ein kontrollierbares Wachstum garantieren und die dafür sorgen, dass unser Lebensraum lebenswert bleibt. Auch die Wirtschaft kann durchaus ihre Fachkräfte weiter im Ausland rekrutieren und in der Schweiz beschäftigen, wenn wir die zum Teil bereits vorhandenen Instrumente, die sich bewährt haben, einsetzen.
Deshalb wird ein Ja für die Initiative auch nachhaltige Wirkung haben.
Rolf Senn-Gasser, Liestal