Nach einseitigem Spiel vorzeitig im Halbfinal
15.01.2026 Sport, Eishockey2. Liga: EHC Zunzgen-Sissach – EHC Sursee 11:3 (4:2; 5:1; 2:0)
Im ersten Spiel in der Masterround hat der EHC Zunzgen-Sissach den Tabellenvierten EHC Sursee zu Hause hochverdient mit 11:3 geschlagen und sich damit bereits für den Play-off-Halbfinal qualifiziert.
...2. Liga: EHC Zunzgen-Sissach – EHC Sursee 11:3 (4:2; 5:1; 2:0)
Im ersten Spiel in der Masterround hat der EHC Zunzgen-Sissach den Tabellenvierten EHC Sursee zu Hause hochverdient mit 11:3 geschlagen und sich damit bereits für den Play-off-Halbfinal qualifiziert.
Sander van Riemsdijk
Dem EHC Zunzgen-Sissach ist es gelungen, seine starke Form in das erste Spiel der Masterround gegen den EHC Sursee mitzunehmen und in einem einseitigen Spiel seiner Favoritenrolle gerecht zu werden. Über weite Strecken war das Team von Headcoach Lukas Kamber den Luzernern hoch überlegen und siegte schliesslich in einem fair ausgetragenen Spiel auch in dieser Höhe verdient mit 11:3.
Kaum war das Spiel nach einer Schweigeminute für ein verstorbenes Ehrenmitglied angepfiffen, ging es munter mit Toreschiessen los. Nach nur 50 Sekunden ging der EHC Sursee in Führung. Die Heimmannschaft zeigte sich jedoch von diesem schnellen Rückstand unbeeindruckt. Postwendend sorgte Remo Hunziker mit seinem ersten Tor des Abends für den Ausgleich. Es war bemerkenswert, wie sich der 33-jährige Captain nach einer krankheitsbedingten Abwesenheit von acht Wochen mit seinen insgesamt vier Toren, davon drei im ersten Drittel, auf dem Eis zurückmeldete und sich problemlos wieder ins Team einfügte. Absoluter Höhepunkt war zweifellos das 2:1 für die Heimmannschaft in der 12. Minute durch Marc Niederhauser, nach herrlicher Vorarbeit von Dominik Müller.
Auch wenn die Tore in schöner Regelmässigkeit erzielt wurden und die 4:2-Führung nach dem ersten Drittel keinen Zweifel liess, wer am heutigen Abend als Sieger vom Eis gehen würde, gestand der EHC ZS – einmal mehr in dieser Saison – den spielerisch und technisch limitierten Gästen aus Luzern durch Unachtsamkeiten in der Verteidigung unnötig viele Chancen zu. Es war dann auch Goalie Sven Tschan zu verdanken, dass nach 20 Minuten nur zwei Gegentreffer auf der Anzeige aufleuchteten.
Headcoach Lukas Kamber zeigte sich über die Leistung seiner Mannschaft im ersten Drittel sehr unzufrieden und blendete die vier eigenen Treffer zuerst mal aus. «Wir sind nicht so gut gestartet. Als wir im zweiten Drittel insbesondere über die Aussenpositionen die Scheibe schneller laufen liessen und anfingen, einfacher zu spielen, wurde unser Spiel viel besser und die Tore kamen.»
Klassenunterschied tritt zutage
Im zweiten Drittel zeigte sich der Klassenunterschied zwischen beiden Mannschaften deutlicher. Der EHC Sursee wurde förmlich in das eigene Drittel zurückgedrängt und konnte sich phasenweise kaum noch Luft verschaffen. Er versuchte, sich mit einigen Entlastungsangriffen gegen die grün-weisse Übermacht zu wehren. Als aber nach dem Treffer zum 5:2 durch Cédric Lanz in der 23. Minute zuerst Matteo Bertschy (26.) und dann Dominik Müller (27.) auf 7:2 erhöhten, war die Gegenwehr definitiv gebrochen.
Der EHC ZS zeigte sich zeitweise entfesselt und schaltete auch bei diesem klaren Spielstand nicht in den Schongang. Im Gegenteil. Mit seinem kraftvollen und variantenreichen Spiel hielt ZS den Druck auf den Gegner konstant hoch. Abermals Cédric Lanz (31.) und Noah Imhof (36.) sorgten für den klaren 9:3-Zwischenstand nach zwei Dritteln.
Im letzten Drittel war vor 165 Zuschauerinnen und Zuschauern nur noch Schaulaufen angesagt, zu harmlos war der Gast bei aussichtslosem Zwischenresultat. Die Treffer zum 10:3 (43.) durch Remo Hunziker und zum 11:3 durch Ueli Dietrich – zum fünften Mal gab Raoul Seiler einen Assist
– sieben Sekunden vor der Schlusssirene waren nur noch Resultatkosmetik.
Mit diesem klaren Sieg und den drei gewonnen Punkten ist der EHC Zunzgen-Sissach nicht mehr von einem der ersten beiden Ränge der Tabelle zu verdrängen. Damit hat er sich schon frühzeitig den Einzug in den Play-off-Halbfinal gesichert, während der Dritt- und der Viertplatzierte der Masterround A Viertelfinals gegen den Zweit- und den Erstplatzierten der unteren Masterround absolvieren müssen. Die Richtung ist eingeschlagen: «Wir wollen Schweizer Meister werden», sagt Lukas Kamber. Bereits am Samstag geht es für die Oberbaselbieter mit dem Auswärtsspiel gegen den EHC Meinisberg weiter. Ein Ziel bleibt in der Masterround: der Qualifikationssieg und damit in jeder Runde Heimrecht in den Play-offs.
TELEGRAMM
EHC Zunzgen-Sissach – EHC Sursee 11:3 (4:2; 5:1; 2:0). Eisbahn: Sissach. Zuschauer: 164.
Schiedsrichter: Strametz, Althaus. Tore: 1. Bachmann (Emmenegger) 0:1; 2. Hunziker (Seiler) 1:1; 12. Niederhauser (D. Müller) 2:1; 12. Hunziker (Seiler, Gusset) 3:1; 16. Wyss (Stoffel) 3:2; 19. Hunziker (Seiler) 4:2; 23. C. Lanz (Imhof) 5:2; 25. Salzmann (Emmenegger, Wyss/Ausschluss Dietrich) 5:3; 26. Bertschy (Arm) 6:3; 27. D. Müller (Di Biase, Niederhauser) 7:3; 31. C. Lanz (Hunziker, Seiler) 8:3; 36. Imhof (Spreyermann) 9:3; 43. Hunziker (Spreyermann, Di Biase/Ausschluss Wyss) 10:3; 60. Dietrich (Seiler, Gyger) 11:3. Strafen: je 2-mal 2 Minuten.
ZS: Tschan; Lenz, C. Lanz; Di Biase, Dietrich; Gusset, Gysi; Dörig; Niederhauser, R. Müller, D. Müller; Hunziker, Seiler, Gyger; Schneider, Spreyermann, Lanz; Imhof, Arm, Bertschy.
Sursee: Joller (ab 27. Ruch); Wechsler, Salzmann; Kuhn, Poli; Bättig, Schnidler; Wyss, Emmenegger, Stoffel; Hinterberger, Kiser, Bachmann; Schnyder, Macho, Otz; Menekse.

