Musikalischer Super-Sonnwend-Abend
23.06.2026 Kultur, SeltisbergOpen Air «Unter der Linde» bot viel Groove
Beim Open Air «Unter der Linde» in Seltisberg sorgten «Filet of Soul», der Musikverein Lupsingen Seltisberg und «The Pelicans» vor über 170 Besucherinnen und Besuchern für einen stimmungsvollen ...
Open Air «Unter der Linde» bot viel Groove
Beim Open Air «Unter der Linde» in Seltisberg sorgten «Filet of Soul», der Musikverein Lupsingen Seltisberg und «The Pelicans» vor über 170 Besucherinnen und Besuchern für einen stimmungsvollen Auftakt in den Sommer.
Erika Bachmann
Welche Zutaten braucht es für einen perfekten Sommerabend? Der Musikverein Lupsingen Seltisberg organisierte zum vierten Mal das Open Air «Unter der Linde» beim Gemeindezentrum Seltisberg. Mit einer Festwirtschaft und drei musikalisch sehr engagierten Gruppen, drei Musikrichtungen und mit viel Schwung ging es in die Nacht des Sommeranfangs.
«Filet of Soul» eröffneten das Konzert bei hohen Temperaturen. Um die Linde konnte man im Schatten sitzen und der Musik lauschen. Die Band startete mit dem Song «Route 66» und viel Spielfreude. Für die Musiker ist es das Grösste, live spielen zu können. Das war spürbar. Jeder Musiker erhielt während den Stücken seine Solopartien, die freudig beklatscht wurden.
Urs Bürgi, der seit 20 Jahren die Drums bei den «Filets» und in weiteren Bands spielt, Mike Mathys (Gitarre, Gesang), Heinz Lerf (Gesang, Snare), Jürgen Kohler (Brass- und Holzblasinstrumente), Andi Reumer (Bass) und Bandleader Daniel Roth (Gesang): Das sind «Filet of Soul». Ergänzt wurde die Band für diesen Auftritt durch die «Special Guests» Hene Wirz am Piano und Beat Riggenbach am Saxofon. Beide sind sonst bei der «Hene Wirz Band» und bei «Groovepack» aktiv.
Musikstücke der «Beatles» passen immer. So konnte man bereits bei «Hey Jude» musikalisch in alten Zeiten schwelgen und mitsummen. Der Einsatz am Saxofon von Beat Riggenbach und Jürgen Kohler war fulminant und setzte gleich den musikalischen Massstab für den Abend. Es entstand ein richtiger «Vorwärts-Groove», der mitriss und über den Abend in der Luft blieb. Mit «Can’t Buy Me Love» in der schnellen Version wurde dann der Rhythmus so richtig lanciert. Hene Wirz am Piano liebt das schnelle Spiel, gibt immer alles und kann kaum auf seinem Schemel sitzen bleiben. Andi Reumer am Bass steuert einen ebenso wichtigen Teil zum Sound bei.
«Filet of Soul» wechselten manchmal innerhalb des Stücks die Songs, und so wurde aus «That’s Life» fliessend «That’s My Life». Die Musik für das Publikum eher mittleren Alters nahm so problemlos alle Hürden, denn man kennt und liebt diese Stücke und klatschte und sang gerne mit. Das E-Gitarrenspiel von Mike Mathys in «Purple Rain» war bestechend. Mit dem Schweizer Klassiker «Louenesee» wurden die beiden Sets der «Filet of Soul», deren zwei singende Hauptpersonen Heinz Lerf und Daniel Roth bereits seit 40 Jahren miteinander Musik machen, überzeugend beendet.
Mit Schwung in die Nacht
Dirigent Thomas Seiler startete mit seinen 21 Musikantinnen und Musikanten mit dem Konzertmarsch «Abel Tasman, die Schwindligen», den sie auch am «March Contest» im September in Muttenz vortragen werden. Mit «Major Tom», dem Stück von Peter Schilling, bewies der Musikverein seine Vielseitigkeit und brachte weiteren Schwung in den Abend. Bei diesen hohen Temperaturen war für die Musikerinnen und Musiker viel Luft gefragt. Aber sie brachten ihre Stücke dennoch mit Bravour unter die Linde.
Beim Schlussstück wurde es mit dem Baselbieterlied heimatlich. Die Zuhörenden standen auf und sangen freudig mit. Die wöchentlichen Proben des Musikvereins wurden mit einem kompakten musikalischen Mittelstück des Events schön umgesetzt. Ausserdem wurden die gut 170 Konzertbesuchenden vom Musikverein mit Grilladen, Getränken und einem sehr abwechslungsreichen Dessertbuffet versorgt.
«The Pelicans» aus Bubendorf, die seit zwei Jahren in der aktuellen Formation mit dem Motto «Gitarren raus, Groove rein, Bühne frei» einen «Roots Rock» spielen, brachten die dritte Musik-Dimension auf dem Weg in den offiziellen Sommer mit entsprechenden Hits auf die Bühne. Stefan Moser, Christian Berger, Sascha Tollardo (alle Gitarre) und Chris Heath (Bass) wechselten in den Liedern beliebig zwischen ihren (E-)Gitarren und bauten auch einmal ein Banjo ein. Reto Vollenweider an den Drums gab den Rhythmus vor und alle brachten sich auch stimmlich ein. Mit dem Lied «Take It Easy» von den «Eagles» wurde die Stimmung an diesem Sommerabend bei 26 Grad bis in die späten Stunden und einem tiefblauen Abendhimmel bestens untermalt.
Mit «Whatever You Want» von «Status Quo» kamen die Bässe und Drums so richtig in Fahrt. Der Sound, der von Peter «Pesche» Lüdin aus Bubendorf abgestimmt wurde, sorgte für die richtige Stimmung die anstehende Jahreszeit. Das Publikum wurde nach rund sechs Stunden beschwingt in den Sommer und die Nacht entlassen.


