Der Theaterverein serviert sein neues Stück zum Dinner Im Landgasthof Hard boten zehn Darstellende des Theatervereins Zunzgen mit dem Krimi «Irrehuus» spannende, vergnügliche Unterhaltung zwischen vier kulinarisch sehr ansprechenden Gängen.
Erika ...
Der Theaterverein serviert sein neues Stück zum Dinner Im Landgasthof Hard boten zehn Darstellende des Theatervereins Zunzgen mit dem Krimi «Irrehuus» spannende, vergnügliche Unterhaltung zwischen vier kulinarisch sehr ansprechenden Gängen.
Erika Bachmann
Die Plätze im Saal des Landgasthofs Hard in Zunzgen waren zum Krimi-Dinner ausverkauft. Die Gäste genossen während der Krimi-Aufführung des hiesigen Theatervereins ein regionales Menü. Die Linsen-Lauch-Terrine, die Rüebli-Honig-Suppe und das Kalbssteak an einer extrafeinen Calvadossauce mundeten ausgezeichnet. Das mörderische Theaterstück ebenso.
Zwischen den Gängen entfaltete sich ein rätselhafter Kriminalfall, bei dem die Gäste mitten im Geschehen waren. Das Theater im doppelten Sinne war ein Erlebnis mit verdächtigen Schilderungen und überraschenden Wendungen, immer auf der Suche nach dem einen Geständnis. Neben Gefühlsausbrüchen und Beschuldigungen gab es auch eine zarte Liebesgeschichte zweier hin und wieder aggressiver Klientinnen und Klienten.
Präsentiert wurde das Stück von Darstellenden des 2015 gegründeten Theatervereins Zunzgen. Dessen Präsident Nico Wunderlin spielte mit seiner interessant durchmischten Gruppe aus je fünf Frauen und Männern mit grosser Leidenschaft und perfekter Textsicherheit ein schwieriges und lebendiges Stück.
Das Publikum lernte die Figuren nach und nach kennen. So beispielsweise den «Neuen», Herrn Müller. Dieser hatte sich selbst eingeliefert und man wusste eigentlich nicht so recht, warum er sich im «Irrehuus» befand. Die beiden unzertrennlichen Brüder, von denen einer ein Mörder in einem vergangenen Fall sein soll, sassen beide in der Anstalt, weil man nicht herausfand, wer denn der Schuldige war. Im Spiel war viel Bewegung, die Protagonisten rannten, schrien und verfolgten einander quer durch den Raum. Es ging um Tabletten, ein Spiel und um einen geheimnisvollen Zettel mit einem Code zu einem möglichen wertvollen Schatz.
Eine Leiche zur Vorspeise
Plötzlich ertönte ein Schrei und es gab eine Leiche auf dem WC, den Herrn Müller. Die Ärztin und die Krankenschwester wussten nun nicht, was zu tun war – und liessen die Vorspeise servieren, bevor sie die Polizei anriefen. Das Spiel brauchte auch viel Energie der Schauspielenden, sodass die Essenspausen auch für sie echte Pausen waren.
Nach der Vorspeise trat Kommissar Meier auf und versuchte mit Befragungen dem Mörder auf die Spur zu kommen. Er interessierte sich für dies und das und analysierte den Fall messerscharf. Bevor das Stück die Auflösung brachte, wurde der Hauptgang serviert.
Als der Kriminalfall gelöst und der Applaus ausgeklungen war, präsentierte Nico Wunderlin die Mitwirkenden und bedankte sich für die Möglichkeit, im Landgasthof Hard auftreten zu dürfen. Manfred Schaub lobte wiederum den Präsidenten, der alle Rollen und Texte kenne und die Truppe zu solch tollen Aufführungen führe.
Regie führten Jacqueline Sumi und Manfred Schaub. Die Zuteilung der einzelnen Rollen wurde in mehreren Diskussionen und Proben vorgenommen, da mehrere Personen diverse Rollen gut spielen können. Geprobt wurde seit dem vergangenen Sommer. Grossen Wert legt die Theatergruppe auf Textsicherheit und das intuitive Aufeinander-Eingehen im Spiel, das sich jedes Mal etwas anders entwickle.
Das «Irrenhaus» wird noch viermal präsentiert; für zwei Vorstellungen, am 24. April im Bad Bubendorf und am 9. Mai auf dem Dietisberg, hat es noch Tickets.