Mit Rockklassikern durch Mexiko
15.10.2026 Kultur, Gelterkinden1980er-Coverband «Just Send» kehrt ins Marabu zurück
Drei Wochen lang ist die Baselbieter Coverband «Just Send» durch Mexiko getourt. Nun steht sie am Samstag wieder im Gelterkinder Marabu auf der Bühne. Die fünf Mitglieder wollen die mexikanische ...
1980er-Coverband «Just Send» kehrt ins Marabu zurück
Drei Wochen lang ist die Baselbieter Coverband «Just Send» durch Mexiko getourt. Nun steht sie am Samstag wieder im Gelterkinder Marabu auf der Bühne. Die fünf Mitglieder wollen die mexikanische Energie aus ihrer ersten Auslandstour mitbringen.
Fiona Findlay
«Äifach sände!»: Was zunächst als Spruch unter Freunden entstand, wurde schliesslich zum Motto und Namen der Baselbieter Coverband «Just Send». «Mit der Zeit entwickelte sich in unserer Band eine Art eigener Wortschatz», erklärt Schlagzeuger Pascal Stalder aus Oberdorf. Hinter dem Spruch stecke eine Haltung: nicht zögern, sondern einfach machen. «Vor jeder Hürde, bei jedem Anlass, angesichts jeder Herausforderung hiess es immer eines: ‹Äifach sände!›»
Die Geschichte der Band begann 2020, als Stalder, Gitarrist Daniel Walser aus Frenkendorf und Keyboarder Benjamin Rigo aus Ormalingen zum ersten Mal gemeinsam Musik machten. Unter dem Namen «Fundamental» standen die Baselbieter im Juni 2021 im Rahmen des «Sommerfest4410» im Oristal erstmals auf der Bühne. Die drei Baselbieter wurden gelegentlich von zwei Sängerinnen und einer Bassistin verstärkt. 2023 hatte die Band ihren ersten Auftritt im Marabu.
Ein Jahr später stand die Band vor einem Auftritt und einem Problem: Am Vorabend fehlten ihr sowohl ein Sänger als auch ein Bassist. Die Lösung kam kurzfristig: Nach einem Anruf sprang Sängerin und Bassistin Sabrina Giger spontan ein. Die Musikerin aus Nuglar kannte die Mitglieder von «Fundamental» bereits gut und spielte damals in einer anderen Band. Schon nach dem ersten gemeinsamen Auftritt war klar: Giger sollte künftig fest zur Band gehören.
Durch die Freundschaft zwischen Walser und Alfonso «Poncho» Cabrera aus Mexiko fand schliesslich auch das letzte Mitglied zur Band. Die beiden hatten sich am Institute of Contemporary Music Performance (ICMP) in London kennengelernt. Walser schloss sein Studium dort zwar nicht ab, die Freundschaft zwischen den beiden Musikern blieb jedoch bestehen. 2024 holte Walser den Rhythmusgitarristen und Sänger für einen Gastauftritt ins Marabu. «Damals dachten wir, das wäre etwas Einmaliges. Aber uns allen wurde klar, dass wir in Zukunft nur noch in dieser Konstellation auftreten wollten», sagt Cabrera. Mit dem Beitritt von Cabrera und Giger wurde «Fundamental» zu «Just Send» umbenannt.
Weil Cabrera in London lebt, sind gemeinsame Proben für die Band nicht jederzeit möglich. Die Mitglieder verbringen vor Auftritten eine Woche miteinander und nutzen diese Zeit für intensive Proben. «Wenn wir uns sehen, geht es richtig wild zu», sagt Walser. Gerade weil die gemeinsame Zeit begrenzt ist, hat sie für die Musikerin und Musiker einen besonderen Stellenwert.
Dass sich die Band, deren Mitglieder heute zwischen 22 und 25 Jahre alt sind, auf Covers aus den 1980er-Jahren beschränkt, liegt an der gemeinsamen Leidenschaft für die Musik dieses Jahrzehnts. «Bei dieser Musik fiebert das Publikum mit und tanzt immer mit», sagt Stalder. Obwohl der Fokus nach wie vor auf der Musik aus dieser Ära liegt, experimentiert «Just Send» immer mehr mit neuen Musikrichtungen. Mit «Rats Paradise» spielt die Band auch einen eigenen Song. Ein Live-Album ihres Auftritts im Basler Atlantis präsentiert das umfangreiche Repertoire der Baselbieter Band.
Marabu als musikalisches Zuhause
Das Marabu in Gelterkinden ist für «Just Send» ein besonderer Auftrittsort: «Im Marabu entstand unsere heutige Konstellation und damit bleibt es unsere Heimbühne», sagt Keyboarder Benjamin Rigo. Diesen Samstag tritt die Band zum dritten Mal im Marabu auf. «Wir fühlen uns dort am wohlsten und probieren dort meist neues Material aus», fügt Rigo hinzu.
Für den Auftritt am Samstag hat «Just Send» das Programm erweitert. Einige der neuen Stücke seien von ihrer dreiwöchigen Mexikotour geprägt, erzählt Rigo. «Es kommt auf jeden Fall mexikanische Energie mit auf die Bühne», sagt er.
Die Idee zur Tour durch Mexiko entstand zunächst als Scherz. «Wir haben uns gar nicht vorgestellt, dass wir das auch umsetzen würden», sagt Cabrera, der ursprünglich aus dem nordamerikanischen Land stammt. Als sich die Gelegenheit ergab, bei Cabreras Eltern in Morelia zu übernachten, entstand daraus ein konkreter Plan. Diesen Sommer führte die Reise die Band zu Auftritten in Mexiko-Stadt, Morelia, Acapulco und Xochimilco.
«Wir hatten noch nie so viel Zeit am Stück miteinander verbracht», sagt Walser. Durch diese Erfahrung hätten sich die Freundschaften innerhalb der Band weiter vertieft. Diese Reise dürfte nicht die letzte Tour der Band gewesen sein. In den nächsten Jahren seien jedenfalls weitere Touren in Planung, so der Gitarrist. Die Zeit unterwegs habe der Band gezeigt, wie viel Freude den Mitgliedern das Reisen bereitet.
Das Ziel der Band bleibt es nach wie vor, die Klassiker der 1980er aufleben zu lassen und das Publikum zum Tanzen und Mitsingen einzuladen. In Mexiko fiel ihnen besonders die Leidenschaft des Publikums auf. «Die Energie war unvergesslich», erzählt Giger.
Nun freut sich die Band auf die Rückkehr auf ihre Heimbühne. Bei «The Homecoming Show» gilt am Samstag im Marabu für die fünf wie üblich: «Äifach sände!»
Konzert «Just Send» – «The Homecoming
Show», Samstag, 17. Oktober, Marabu
Gelterkinden, Türöffnung 19.30 Uhr,
Konzertbeginn 20.15 Uhr

