«Baselland Tourismus» stellt neue Strecke vor
Die neue «Baselbieter Reben-Tour» führt mit dem Velo durch die Rebgebiete des Oberbaselbiets und bis nach Rheinfelden. In Buus wurde sie feierlich eingeweiht. Dabei wurde die interkantonale Zusammenarbeit ...
«Baselland Tourismus» stellt neue Strecke vor
Die neue «Baselbieter Reben-Tour» führt mit dem Velo durch die Rebgebiete des Oberbaselbiets und bis nach Rheinfelden. In Buus wurde sie feierlich eingeweiht. Dabei wurde die interkantonale Zusammenarbeit hervorgehoben.
Barbara Saladin
Am Dienstag stellte «Baselland Tourismus» die neue lokale Veloland-Route von «Schweiz Mobil» mit der Nummer 115 vor: die Baselbieter Reben-Route. Sie ist durchgehend beschildert und führt als Rundtour mit Start- und Zielpunkt Bahnhof Lausen im Gegenuhrzeigersinn durchs nördliche Oberbaselbiet und das angrenzende Fricktal – der Fokus liegt auf den Reben. Darum wurde die Route – wenig verwunderlich – auch im Rebbaudorf Buus, genauer auf dem Hof von Andi und Maya Kaufmann, vorgestellt.
«Die Veloroute geht direkt durch Buus und durchs Paradies», sagte Gastgeber Andi Kaufmann bei der Begrüssung der geladenen Gäste. Dass eines der drei Buusner Rebbaugebiete den Namen «Paradies» trägt, kommt wohl nicht von ungefähr.
Anschliessend stellten der Geschäftsführer von Baselland Tourismus, Michael Kumli, und Projektleiterin Bettina Gysin die Baselbieter Reben-Route genauer vor und zeichneten ihre Entstehung nach. Das Gemeinschaftsprojekt von «Baselland Tourismus», «Aargau Tourismus» und «Rheinfelden Tourismus» macht, obwohl es die Bezeichnung «Baselbiet» im Namen hat, nämlich vor den Kantonsgrenzen nicht Halt: Sie führt nach den Weindörfern Wintersingen, Buus und Maisprach via Magden nach Rheinfelden und anschliessend über Olsberg zurück nach Hersberg und Lausen.
Dabei lobte Kumli die gute interkantonale Zusammenarbeit. Nicht umsonst waren viele Projektbeteiligte in Buus zugegen, neben den Tourismusorganisationen beider Kantone auch Vertreter der beiden Tiefbauämter, Mitglieder von Gemeinderäten diesund jenseits der Kantonsgrenze sowie Vertreter von Höfen und Weinbauvereinen entlang der Route. Mehrmals wurde der Hoffnung Ausdruck verliehen, dass die Nutzerinnen und Nutzer der Reben-Route diese nicht nur abfahren, sondern auch «Genuss-Stopps» einlegen und sich in Hofläden oder Restaurants mit den lokalen Produkten eindecken.
Historischer Exkurs
Thomas Engel, Kellermeister der Siebe Dupf Kellerei in Liestal, nahm die Anwesenden mit auf einen kurzen Streifzug durch den Baselbieter Weinbau. Er erwähnte, dass Ausgrabungen in der Aescher Klus in den 1960er-Jahren über 2000-jährige Weinstöcke zum Vorschein gebracht hätten: Der Beweis, dass Wein im Baselbiet bereits zur Römerzeit angebaut worden sei. Bis zur Mitte des 19. Jahrhunderts habe es in fast allen Baselbieter Gemeinden Weinreben gegeben, denn damals sei Wasser noch nicht per se trinkbar gewesen, und so habe der Wein als «sauberstes Wasser» gegolten. Allerdings enthielt er damals viel weniger Alkohol als heute.
Gemäss Engel ist Aesch die grösste Rebgemeinde im Kanton, gefolgt von Maisprach. Auch Lausen, wo die Reben-Route beginnt, verfüge über einen eigenen Rebberg. Dessen Grösse beträgt allerdings nur gerade 6 Aren.
Beim anschliessenden Apéro bei strahlendem Frühlingswetter genossen die Anwesenden zwei der Dinge, welche die neue Baselbieter Reben-Route attraktiv machen: einerseits die idyllische Oberbaselbieter Landschaft «im Chirsibluescht», andererseits ein paar edle Tropfen aus den heimischen Rebbergen.