Konzert zum Geburtstag des Jodlerklubs Silberbrünneli
Der Jodlerklub Silberbrünneli feierte sein 60-jähriges Bestehen mit einem feinen Konzert. Dabei durfte der Verein auf die Unterstützung durch die «Jodlerfründe Wisebärg» und die Regionale ...
Konzert zum Geburtstag des Jodlerklubs Silberbrünneli
Der Jodlerklub Silberbrünneli feierte sein 60-jähriges Bestehen mit einem feinen Konzert. Dabei durfte der Verein auf die Unterstützung durch die «Jodlerfründe Wisebärg» und die Regionale Musikschule Gelterkinden zählen.
Otto Graf
Grosser Bahnhof für den Ormalinger Jodlerclub Silberbrünneli, der heuer 60 Jahre alt wurde und seinen Geburtstag, getreu dem Motto «Jetzt erscht rächt», mit einem Konzert in der Mehrzweckhalle gebührend feierte. Mit von der Partie waren Ensembles der Regionalen Musikschule Gelterkinden (RMSG) sowie die «Jodlerfründe Wisebärg». Vor und nach dem Konzert und während der Pause sorgte die Schwyzerörgeliformation «Örgeli Stimmig» aus dem Emmental mit ihrem breit gefächerten Repertoire für den guten Ton.
Während Moderator «Pesche vom Seeland» seine Ansagen mit Witzen garnierte, zeichnete die Frauenriege für das kulinarische Wohl verantwortlich. Sie alle trugen dazu bei, dass das Publikum, darunter zahlreiche Chöre aus der Region und darüber hinaus, in der voll besetzten Halle in den Genuss eines abwechslungsreichen Abends kam.
Sabrina Buser, Präsidentin der jubilierenden Jodler, sagte bei der Begrüssung, dass man nach Corona das Verpasste nach der Devise «Jetzt erscht rächt» nachholen. Dies bewahrheitete sich am Konzertabend in jeder Hinsicht.
Nach der Eröffnung durch den Gastgeber mit dem Lied «Häb Freud am Läbe» war die RMSG am Zug mit jungen Leuten an der Violine und mit Bläsern sowie mit dem Alphorn und der Handharmonika. Der Schwerpunkt des Anlasses lag naturgemäss in den Darbietungen der beiden Jodlerklubs, die doch einige Parallelen aufweisen. So zählen beide Vereine je gegen 20 Aktive beiderlei Geschlechts und werden musikalisch von ein und derselben Frau geleitet. Monika Diethelm-Haldimann gibt sowohl in Ormalingen als auch in Rünenberg den Takt an.
Wie Präsidentin Buser zur «Volksstimme» sagte, kann der Verein Verstärkung brauchen. Mit Konzerten, Schnupperproben, dem Buurezmorge und dem Raclette-Obe wolle man gezielt die breite Öffentlichkeit ansprechen und den Leuten das Jodeln als urschweizerische Tradition und als Kulturgut näherbringen.
Die Gäste aus Rünenberg eröffneten ihre Darbietungen mit dem Naturjodel «Ä Jodlerstärn» aus der Feder des Komponisten Fredy Wallimann aus der Zentralschweiz. Die «Jodlerfründe Wisebärg», nicht zu verwechseln mit dem Chor aus dem Engelbergertal, doppelten mit dem Titel «I Gedanke» von Rita Marty, einer Komponistin aus dem Kanton Schwyz, nach. Grossen Applaus erntete der Jubilar mit seinen Jodelliedern «Alpabfahrt», und «Im Buechewald». Besonders geehrt wurde der bald 95-Jährige Fritz Schaffner, der im Jahr 1966 mithalf, den Jodlerklub Silberbrünneli zu gründen.
Nach der Pause erfreuten beide Chöre die Zuhörerinnen und Zuhörer in der Halle mit weiteren bekannten Melodien. Den Schluss- und Höhepunkt setzten sie mit dem gemeinsam zelebrierten Lied «Lüt im Dorf».