Meilenstein für regionale Zusammenarbeit
17.09.2026 Gemeinden, Baselbiet22 Gemeinden unterzeichnen Charta «Zukunft Oberbaselbiet 2040»
Mit der Unterzeichnung einer Charta bekennen sich alle 22 Mitgliedsgemeinden des Vereins Region Oberbaselbiet (ROB) zu einer nachhaltigen, lebenswerten und zukunftsfähigen Entwicklung der Region und zur ...
22 Gemeinden unterzeichnen Charta «Zukunft Oberbaselbiet 2040»
Mit der Unterzeichnung einer Charta bekennen sich alle 22 Mitgliedsgemeinden des Vereins Region Oberbaselbiet (ROB) zu einer nachhaltigen, lebenswerten und zukunftsfähigen Entwicklung der Region und zur verstärkten Zusammenarbeit über die Gemeindegrenzen hinweg.
Tobias Gfeller
«Die Charta ist nicht verbindlich, aber ein Zeichen nach innen und aussen.» Peter Buser, Gemeindepräsident von Sissach und Präsident des Vereins Region Oberbaselbiet, unterstreicht die Bedeutung der von allen 22 Mitgliedsgemeinden unterzeichneten Charta «Zukunft Oberbaselbiet 2040». Die Charta sei ein Stück weit symbolisch, ergänzt Buser, für die Gemeinden im Oberbaselbiet trotzdem wegweisend. «Mit der Unterzeichnung der Charta haben alle Gemeinden ein klares Zeichen gesetzt: Wir wollen die Zukunft des Oberbaselbiets gemeinsam gestalten.»
Die Charta ist der nächste Schritt in der in den vergangenen Jahren aufgegleisten und konkretisierten Zusammenarbeit zwischen den Gemeinden im Oberbaselbiet. Mit der Charta bekennen sie sich «gemeinsam zu einer nachhaltigen, lebenswerten und zukunftsfähigen Entwicklung der Region und zur verstärkten Zusammenarbeit über die Gemeindegrenzen hinweg», teilte der Verein vergangene Woche mit. Die Charta baut auf dem Regionalen Entwicklungskonzept (REK) auf, das im Frühling öffentlich vorgestellt wurde. Das Konzept wurde gemeinsam mit Gemeinden, Fachpersonen sowie interessierten Bürgerinnen und Bürgern erarbeitet und schafft eine strategische Grundlage für die Entwicklung des Oberbaselbiets bis ins Jahr 2040. Nun geht es vom Konzept in die Umsetzung, erklärt Peter Buser. «Jetzt wollen wir diesen gemeinsamen Willen mit Leben füllen und dort zusammenarbeiten, wo eine regionale Lösung einen Mehrwert für die Gemeinden und die Bevölkerung schafft.»
Der Verein hat fünf konkrete Projekte gestartet. Diese Vorhaben betreffen die regionale Energieplanung, Konzepte für eine Regionalisierung der Sozialhilfe und des Asylwesens, für eine Sport- und Freizeitregion Oberbaselbiet, eine regionale Jungbürgerfeier und für eine Erlebniskarte Sissach und Region Oberbaselbiet in Zusammenarbeit mit Baselland Tourismus. Die thematische Bandbreite sowie die Unterschiede in der Bedeutung der einzelnen Vorhaben sind gross. Dies sei bewusst so gewählt worden, sagt Buser. «Bei einer Erlebniskarte Sissach und Region Oberbaselbiet geht es sicherlich auch um eine gemeinsame Identität und darum, als Gemeinden und Region mitzubestimmen, was auf eine solche Karte kommen soll.» Ein gemeinsames Sport- und Freizeitkonzept sei seit Längerem ein Anliegen. Auch bei den Themen Sozialhilfe und Asyl sprechen die Gemeinden seit vielen Jahren miteinander und würden diese Gespräche gerne in konkrete Vorhaben ummünzen.
Gemeinsame Jungbürgerfeier?
Bei der regionalen Energieplanung geht es gemäss Peter Buser auch darum, dass die Gemeinden gegenseitig von gemachten Erfahrungen und erarbeitetem Fachwissen profitieren können. Der Vereinspräsident spricht von einem «Know-how-Austausch».
Bei der regionalen Zusammenarbeit gehe es nicht immer nur darum, die grossen Themen anzugehen. «Nicht alle Gemeinden haben die gleichen Bedürfnisse. Manchmal braucht es auch kleinere Themen, um eine Zusammenarbeit zu implementieren. Das schweisst auch zusammen.» Als Beispiel nennt Peter Buser eine mögliche gemeinsame Jungbürgerfeier. «Das könnte mit wenig Geld schnell umgesetzt werden und hätte trotzdem eine grosse Wirkung.»
Für alle Themengebiete hat der Verein Region Oberbaselbiet Arbeitsgruppen ins Leben gerufen. Die ersten Sitzungen hätten bereits stattgefunden. An der nächsten Vereinsversammlung im kommenden Oktober werden erste Ergebnisse und Erkenntnisse daraus vorgestellt.
