Löst das «Äis» das «Zwöi» ab?
21.03.2025 Volleyball, SportWährend der Abstieg des 2.-Liga-Teams des VBC Bubendorf besiegelt ist, stehen die Vereinskolleginnen aus der 3. Liga vor dem Aufstieg. Am Mittwochabend schlug das Team Uni Basel und brachte sich so in Position für den Aufstieg.
Luana Güntert
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Während der Abstieg des 2.-Liga-Teams des VBC Bubendorf besiegelt ist, stehen die Vereinskolleginnen aus der 3. Liga vor dem Aufstieg. Am Mittwochabend schlug das Team Uni Basel und brachte sich so in Position für den Aufstieg.
Luana Güntert
Die Situationen könnten vereinsintern nicht unterschiedlicher sein: Das Frauen-«Äis» des VBC Bubendorf hat eine von Verletzungen geprägte Saison hinter sich. Die Zweitligistinnen stehen als Absteigerinnen fest und werden in der kommenden Saison in der 3. Liga antreten. Dies, nachdem das Team von Trainerin Chele Müller erst in der vergangenen Saison den Aufstieg in die 2. Liga feiern durfte (die «Volksstimme» berichtete).
Anders sieht es beim «Zwöi» aus. Die Drittligistinnen spielten sich am Mittwochabend nach einem Sieg gegen Uni Basel an die Tabellenspitze und brachten sich so in Position, in den folgenden beiden letzten Spielen den Aufstieg in die 2. Liga zu realisieren.
Der Sieg in fünf Sätzen (25:19; 25:22; 18:25; 16:25; 15:13) gegen Basel am Mittwochabend könnte im Aufstiegskampf entscheidend gewesen sein, denn die Fünflibertalerinnen überholten damit die Tabellenführerinnen und stärksten Konkurrentinnen aus Basel. «Den Sieg haben wir vor allem wegen unserer mentalen Stärke geholt. Als wir im fünften Satz mit 9:13 zurücklagen, glaubten wir noch immer an den Sieg und kämpften uns zurück», sagt Trainer Fabio Seiler nach dem Spiel. Wichtig sei auch der Zusammenhalt gewesen und dass sich die Spielerinnen schon sehr lange und gut kennen. «Unser Teamweekend in den Bergen vor so einem wichtigen Spiel war demnach auch hilfreich», so Seiler.
Keinen Druck machen
Der Aufstieg in die höchste regionale Liga sei nie das Hauptziel des Teams gewesen, sagt Seiler. Der Spass am Sport war das Hauptziel. «Dennoch haben wir natürlich etwas damit geliebäugelt und spielten auf Sieg.» Je älter die Saison wurde, desto greifbarer wurde der Aufstieg. «Er wurde zu unserem stillen Ziel, das wir aber nie klar definierten, um uns keinen Druck zu machen.»
Obwohl der Sieg gegen Uni Basel als Meilenstein im Aufstiegskampf bezeichnet werden kann, ist damit noch nichts fix, da die zwei letzten Spiele der Saison noch anstehen. Bereits morgen (13 Uhr, 99er-Sporthalle, Therwil) trifft Bubendorf auf die drittplatzierten Therwilerinnen und somit auf das dritte Team, für das ein Aufstieg noch möglich wäre. «Das Spiel wird für uns durch diverse Abwesenheiten im Team auf jeden Fall nochmals fast genauso schwierig wie das gegen Uni Basel», sagt Seiler. In den letzen beiden Partien muss Bubendorf mindestens drei Punkte holen, um an der Tabellenspitze zu bleiben und somit direkt in die 2. Liga aufzusteigen.
Vereinsinternen Neid?
Bubendorf 1 steigt aus der 2. Liga ab, Bubendorf 2 übernimmt womöglich diesen Platz – gibt es da vereinsinternen Neid? «Nein, sicher nicht», so Seiler. Das habe sich am Mittwochabend gezeigt, als das «Äis» seine Vereinskolleginnen tatkräftig in der Halle angefeuert habe.
Ob die Teams bei einem möglichen Aufstieg so bestehen bleiben oder ob es Verschiebungen einiger Spielerinnen gibt, ist noch unklar. «Sobald unser Aufstieg definitiv ist, werden wir im Verein die Situation beurteilen und besprechen, wie es weitergeht», erklärt Seiler.