Liechti hat alle Hände voll zu tun
18.06.2026 BaselbietRümlinger übernimmt Bau- und Umweltschutzdirektion
Ab Oktober wird Matthias Liechti der Bau- und Umweltschutzdirektion vorstehen. Auf den neuen SVP-Regierungsrat warten anspruchsvolle Dossiers. Dazu zählen nicht nur die Themen Verkehr und Energie.
Janis ...
Rümlinger übernimmt Bau- und Umweltschutzdirektion
Ab Oktober wird Matthias Liechti der Bau- und Umweltschutzdirektion vorstehen. Auf den neuen SVP-Regierungsrat warten anspruchsvolle Dossiers. Dazu zählen nicht nur die Themen Verkehr und Energie.
Janis Erne
Bei der Direktionszuteilung in der Baselbieter Regierung kommt es erwartungsgemäss zu keinen Verschiebungen. Der am Sonntag gewählte Matthias Liechti (SVP) übernimmt die Bau- und Umweltschutzdirektion, kurz BUD. Damit tritt der Rümlinger die Nachfolge des Ende September abtretenden Isaac Reber (Grüne) an, wie der Regierungsrat am Dienstag mitteilte.
In der BUD kommt ein breites Aufgabengebiet auf den SVP-Politiker zu. Dieses reicht vom Ausbau der Strassen- und Bahninfrastruktur über die Abwasserpolitik (in diesem Bereich wird Liechti nach einem Kantonsgerichtsurteil nachbessern müssen) bis hin zu Energieund Klimafragen. Auch die Bekämpfung sich rasch ausbreitender, eigentlich gebietsfremder Insekten wie der Tigermücke, der Asiatischen Hornisse und der Tapinoma-Ameise fällt in seinen Zuständigkeitsbereich. Zu den Herausforderungen zählt darüber hinaus die vielfach kritisierte lange Dauer von Baubewilligungs- und Beschwerdeverfahren.
Im Oberbaselbiet werden Liechti unter anderem die bevorstehende Sanierung des Chienbergtunnels in Sissach sowie Arbeiten an der Hauptstrasse in Böckten beschäftigen. Beide Vorhaben dürften die Verkehrssituation in der zu Stosszeiten von Staus geplagten Region zusätzlich belasten. Gegenmassnahmen wie die Verbreiterung des Chienbergkreisels beim Denner in Sissach oder die Errichtung einer Abbiegespur bei der Schwarzen Brücke in Böckten sind zwar seit Längerem angekündigt, wurden aber bisher nicht umgesetzt.
Die Vielzahl an Dossiers dürfte den neuen Regierungsrat aus dem Oberbaselbiet fordern. Hinzu kommt, dass Liechti nach seinem Amtsantritt im Oktober bereits den Wahlkampf für die Gesamtserneuerungswahlen im April 2027 aufgleisen muss.
Kathrin Schweizer (SP, Sicherheitsdirektion), Thomi Jourdan (EVP, Volkswirtschafts- und Gesundheitsdirektion), Anton Lauber («Mitte», Finanz- und Kirchendirektion) sowie Markus Eigenmann (FDP, Bildungs-, Kultur- und Sportdirektion) behalten ihre bisherigen Direktionen. Diese Zusammensetzung gilt für den Rest der Amtsperiode bis zum 30. Juni 2027.
