Neue Radwegbeleuchtung macht eine Ausnahme vom kantonalen Grundsatz
Der rund 900 Meter lange Radweg zwischen Itingen und Sissach erhält eine Beleuchtung. Bewegungsmelder passen das Licht dem Verkehr an. Die Bauarbeiten sollen bis zum Schulbeginn am 12. Oktober abgeschlossen sein.
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Neue Radwegbeleuchtung macht eine Ausnahme vom kantonalen Grundsatz
Der rund 900 Meter lange Radweg zwischen Itingen und Sissach erhält eine Beleuchtung. Bewegungsmelder passen das Licht dem Verkehr an. Die Bauarbeiten sollen bis zum Schulbeginn am 12. Oktober abgeschlossen sein.
ch. Gestern wurden entlang des Radwegs zwischen Itingen und Sissach Beleuchtungsmasten aufgestellt. Die sechs Meter hohen Kandelaber stehen 30 bis 35 Meter auseinander. Dass ein Radweg ausserorts beleuchtet wird, ist eine Ausnahme: Grundsätzlich verzichtet der Kanton dort auf Licht, sowohl auf Kantonsstrassen als auch auf Radwegen.
Hier besteht jedoch ein besonderes Schutzbedürfnis, wie Andrea Tschopp, Sprecherin der Bau- und Umweltschutzdirektion, erklärt. Die Gemeinden und das Postulat «Schulweg-Beleuchtung auf Radwegen ausserorts» von 2018 hätten darauf hingewiesen. In der dunklen Jahreszeit sollen Schülerinnen und Schüler den Weg besser erkennen und sich sicherer fühlen. Insbesondere der Randbereich und der Übergang zur Strasse sollen deutlicher sichtbar werden, damit weniger unbeabsichtigt über den Randstein gefahren wird. Die Massnahme erfolge nicht aufgrund einer Unfallhäufung.
Das Licht folgt dem Bedarf
Eine intelligente Steuerung mit Bewegungsmeldern stimmt die Beleuchtung auf den Rad- und Fussverkehr ab. Ist wenig los, sinkt die Lichtintensität.
Zudem wechselt die Lichtfarbe von Warmweiss zu einem sehr warmen Licht. Das soll Lichtemissionen und Stromverbrauch reduzieren.
Zum Projekt gehören neben den Kandelabern und ihren Fundamenten die Anschluss- und Verbindungsleitungen sowie die Steuerung. Eine 900 Meter lange Rohranlage war bereits im Radweg beziehungsweise Trottoir vorhanden. Zusätzlich musste vor dem Schloss Ebenrain eine Verbindungsleitung erstellt werden. Dort wird auch die bestehende Beleuchtung ersetzt. So erhält der gesamte Abschnitt ein einheitliches System, das auch die bisherigen Leuchten bei wenig Verkehr dimmt.
Die baulichen Arbeiten sollen bis zum Schulbeginn am 12. Oktober fertig sein. Danach wird das Licht schrittweise einreguliert. Die Verkehrsführung, auch die Einmündung auf die Hauptstrasse in Itingen, bleibt unverändert.
Weitere Radwegbeleuchtungen plant der Kanton derzeit nicht. Ein vergleichbares Beispiel gibt es zwischen Sissach und Thürnen: Dort wurde das Licht beim Bau installiert. Spätere Ausnahmen bleiben bei klarem Bedarf möglich, sofern die Auswirkungen verhältnismässig sind.