Der Gemischte Chor verabschiedete sich mit einer Reise ins Münstertal
Der Gemischte Chor Zunzgen verabschiedet sich und lässt sich nach dem 50-Jahre-Jubiläum unter der Reiseleitung von Viktor Müller etwas Besonderes einfallen: eine viertägige Reise ins ...
Der Gemischte Chor verabschiedete sich mit einer Reise ins Münstertal
Der Gemischte Chor Zunzgen verabschiedet sich und lässt sich nach dem 50-Jahre-Jubiläum unter der Reiseleitung von Viktor Müller etwas Besonderes einfallen: eine viertägige Reise ins Münstertal. Hanni Krattiger, die langjährige Präsidentin, ist mit ihrem Mann Heiner ins malerische Dorf Fuldera im Münstertal gezogen. Ihr neues Zuhause durfte die Reisegruppe bei einem grosszügigen Apéro am ersten Tag kennenlernen. Untergebracht war sie im Hotel Steila. Dieses hat sich ganz der Nachhaltigkeit verschrieben. Nebenbei besuchte der Gemischte Chor verschiedene Orte, die mit ihrer Schönheit und Geschichte beeindruckten.
In der ältesten Handweberei der Schweiz in Santa Maria konnte die Gruppe Frauen zusehen, wie sie mit höchster Präzision und Konzentration an den Webstühlen arbeiteten. Die Geräusche der Webstühle, das rhythmische Klopfen der Pedale und die fleissigen Hände der Frauen, die geschickt das «Webschiffchen» hin und her führten, schufen eine Atmosphäre der Ehrfurcht.
Einer der Höhepunkte war ein spontanes Singen in der Kirche von Lü. Noch einmal durfte die Gruppe mit Chorleiterin Antonia Rubin die harmonischen Klänge wahrnehmen. Die beschwingten, farbigen, hellen Frauenstimmen, die erst die Führung übernahmen, um sich im nächsten Moment mit den kraftvollen Männerstimmen zu vereinen, die dem Gesang Halt und Tiefe gaben, erfüllten den Kirchenraum. Nach diesem ergreifenden Erlebnis besuchte man das Benediktinerkloster Müstair, das im 8. Jahrhundert gegründet wurde und zum Unesco-Weltkulturerbe gehört. Die Gruppe zeigte sich beeindruckt von der majestätischen Schönheit des Klosters.
Danach folgte ein Abstecher in das charmante Städtchen Glurns im Südtirol. Hier konnten der Gemischte Chor die italienische Lebensart und die südländische Atmosphäre kurz aufsaugen. Im bekannten Restaurant, dem «Grünen Baum», liess es sich die Gruppe gut gehen. Sie genoss italienische Gerichte und trank ein Gläschen Wein. Schon bald näherte sich diese besondere Reise dem Ende zu.
Obwohl nun ein Lebensabschnitt ohne wöchentliche Chorprobe beginnt, bleibt die Musik im Herzen lebendig. Der Teppich in der Weberei, der aus den bunten Fäden gewoben wurde, trägt die Erinnerungen der gemeinsam verbrachten Zeit. In beiden Fällen, im Weben und im Chorgesang, geht es um den Zauber des Zusammenspiels, der zu einem harmonischen Ganzen verschmilzt. Er erinnert die 20 Chormitglieder daran, dass sie immer auf eine besondere Art miteinander verbunden bleiben. So fand die 50-jährige Geschichte des Gemischten Chors Zunzgen wahrlich ein würdiges Ende.
Silvia Wolf Mebold