Mit den Worten von Gemeindepräsident Raymond Tanner und den Klängen der Musikgemeinschaft Bretzwil-Lauwil und des Jodlerklubs Hohwacht Lauwil wurden die rund 50 Teilnehmenden am Lauwiler Banntag begrüsst. Ein besonderer Gruss galt dem Reigoldswiler Gemeindepräsidenten Fritz ...
Mit den Worten von Gemeindepräsident Raymond Tanner und den Klängen der Musikgemeinschaft Bretzwil-Lauwil und des Jodlerklubs Hohwacht Lauwil wurden die rund 50 Teilnehmenden am Lauwiler Banntag begrüsst. Ein besonderer Gruss galt dem Reigoldswiler Gemeindepräsidenten Fritz Sutter.
Raymond Tanner erinnerte die Lauwilerinnen und Lauwiler an die nach wie vor wichtige Pflege der Dorfgemeinschaft. In Zeiten von Krisen – dabei erwähnte er insbesondere die Erfahrungen während der Corona-Pandemie – sei es wichtig, die Menschen um sich herum zu kennen. Denn wer sich kenne, sei auch eher bereit, sich gegenseitig zu unterstützen.
Der Gemeindevizepräsident Urs Schneider führte die Rotte während des rund dreistündigen Marschs über die hügelige Route Chüeweid–Chrummen–Lank–Eichmatt, Richtung Reigoldswil bis Hörnli–Deixberg–Gämpis– Schützenhaus. Beim ersten Halt auf der Route hielt Pfarrerin Franziska Eich Gradwohl eine kurze Andacht über Auffahrt und die christliche Friedensbotschaft. Beim Schützenhaus war dann ein ausgedehntes Mittagessen angesagt.
Wie vom früheren Gemeindepräsidenten Urs Bader zu erfahren war, wechseln sich die Nachbardörfer Lauwil und Bretzwil schon seit den 1930er-Jahren beim Banntag ab. Bader kennt zudem einige Lauwiler Sagen. Zum Beispiel jene über den «Gämpisgyger»: Wenn sich das Wetter ändert, soll man im «Gämpis» jemanden Geige spielen hören. Einmal sei eine schwarze Gestalt nachts im «Gämpis» einem Lauwiler Burschen begegnet, habe ihn verfolgt und alle seine Bewegungen nachgemacht. Es sei samstags um Mitternacht manchmal auch ein schauerliches Heulen in diesem Gebiet zu hören. Der «Gämpisgyger» machte sich auf verschiedene Art und Weise bemerkbar.
André Frauchiger