Landi Reba trotzt dem Umbruch
23.04.2026 BaselbietFirma erzielt Umsatz von 98,7 Millionen Franken
Die Landi Reba AG steigert 2025 ihren Umsatz auf 98,7 Millionen Franken, wobei alle Geschäftsbereiche zulegten. Besonders die Standorte Bubendorf und Aesch verzeichneten Umsatzsteigerungen. In Gelterkinden bremste eine Baustelle den ...
Firma erzielt Umsatz von 98,7 Millionen Franken
Die Landi Reba AG steigert 2025 ihren Umsatz auf 98,7 Millionen Franken, wobei alle Geschäftsbereiche zulegten. Besonders die Standorte Bubendorf und Aesch verzeichneten Umsatzsteigerungen. In Gelterkinden bremste eine Baustelle den Umsatz.
Otto Graf
«Liebe Bäuerinnen, liebe Bauern, das Landwirtschaftsjahr 2025 darf insgesamt als erfolgreich bezeichnet werden», stellte Verwaltungsratspräsident Christian Banga einleitend zur Generalversammlung der Landi Reba AG gestern in der Halle Stutz in Lausen fest. Namentlich der günstige Witterungsverlauf habe hohe Ernteerträge generiert, mengenmässig und finanziell, so Banga.
Die doch recht günstigen Rahmenbedingungen bescherten nicht nur den Betrieben eine Entlastung. Auch die Landi Reba AG spürte die Entwicklung, wenn auch nicht im gleichen Ausmass. Die hohen Erntemengen stellten Landi als Abnehmerin der landwirtschaftlichen Erzeugnisse vor grosse Herausforderungen im Marketingbereich, um die Produkte in einwandfreier Qualität in die Verkaufsläden und in die weiteren Verarbeitungsprozesse einzugliedern.
Beat Gisin, Vorsitzender der Geschäftsleitung, ging näher auf diese Herausforderungen und Entwicklungen ein: So habe 2025 gemäss Angaben des Bauernverbands der Produktionswert im Vergleich zum Vorjahr um 4,1 Prozent zugenommen. Alle Geschäftsbereiche, so Gisin, hätten zugelegt und zum erfreulichen Geschäftsergebnis beigetragen. Insbesondere die Getreideernte sei im vergangenen Jahr deutlich höher ausgefallen. Beim Steinobst hingegen blieben die Mengen etwas unter dem Niveau von 2024.
Im Detailhandel verzeichneten besonders die Standorte Aesch und Bubendorf Umsatzsteigerungen. Dabei wirkte sich die Schliessung der «Migros Do-it + Garden»-Filialen in Reinach und Füllinsdorf positiv auf den Landi-Umsatz aus. Zudem stieg die Anzahl der Kundinnen und Kunden. In Gelterkinden litt der Umsatz infolge einer halbjährigen Baustelle im Bereich der Hauptstrasse direkt vor dem Laden. Weiterhin im Umbruch befindet sich das Energiegeschäft mit den täglich stark schwankenden Preisen der Treibstoffe und des Heizöls.
Wetterstationen und Drohnen
Wie Nadja Lerch, Leiterin Agrar, vorrechnete, haben die drei Sammelstellen im vergangneen Jahr 16 600 Tonnen Getreide angenommen, was im Vergleich zum Vorjahr einer Zunahme von fast 50 Prozent entspricht. Beim Brotgetreide hat sich die Menge verdoppelt, unter anderem deshalb, weil im Jahr 2024 ein grosser Teil des geplanten Brotgetreides witterungsbedingt in Futtergetreide zurückgestuft werden musste.
Der Körnermais erreichte mit einer Einlieferung von fast 2400 Tonnen den höchsten Wert der letzten fünf Jahre. Höchst erfreulich verlief die Ernte der Ölsaaten. So lieferten die Betriebe fast 2000 Tonnen Raps und Sonnenblumen ab. Landi verkauft auch Wetterstationen und bietet Dienstleistungen mit Drohnen für landwirtschaftliche Zwecke an. Zunehmend an Bedeutung gewinnt der Onlineshop mit Preisvergleichen beim Einkauf von Waren und Dienstleistungen.
Geschäftsführer Beat Gisin warf auch einen Blick in die Zukunft und mahnte: «Die Welt ist angesichts der globalen Entwicklung im Umbruch. Niemand weiss, was morgen geschieht.» Er erinnerte in der Sparte Detailhandel an das Verschwinden einst bekannter Marken wie Usego, Waro, Jelmoli oder Charles Vögele, um hier ein paar wenige zu erwähnen. Landi habe dieser Entwicklung bisher erfolgreich widerstanden.
Finanzchef Gilbert Bavaud ging wie gewohnt näher auf die Geschäftszahlen ein, die ein erfreuliches Bild zeigen. Der Umsatz bezifferte sich auf 98,7 Millionen Franken, etwas mehr als im Vorjahr. Der Jahresgewinn lag bei 1,6 Millionen Franken und wurde fast vollständig den Reserven zugewiesen. Die Aktionärinnen und Aktionäre segneten den Geschäftsbericht, die Verwendung des Reingewinns sowie alle andern Anträge des Verwaltungsrats einstimmig ab. Die Grussbotschaft von Martin Schori, Verwaltungsratsmitglied der Fenaco Genossenschaft, ein Werbespot von SVP-Regierungsratskandidat Matthias Liechti und das Referat der Journalistin und Ukraine-Expertin Luzia Tschirky rundeten den Anlass ab.

