Das «Jodlerchörli Wildenstein» liess sich einiges einfallen
Der diesjährige «Jodlerobe» des «Jodlerchörli Wildenstein Bubendorf» war geprägt von hochstehendem Jodel und guter Unterhaltung. Die bekannte Jodel-Familie Sutter bildete als ...
Das «Jodlerchörli Wildenstein» liess sich einiges einfallen
Der diesjährige «Jodlerobe» des «Jodlerchörli Wildenstein Bubendorf» war geprägt von hochstehendem Jodel und guter Unterhaltung. Die bekannte Jodel-Familie Sutter bildete als Gastformation mit ihrer Appenzeller Musik eine wertvolle Ergänzung.
André Frauchiger
Hansuedi Weber, seit drei Jahren Präsident des im Jahr 1992 gegründeten «Jodlerchörli Wildenstein Bubendorf», konnte am Schluss des diesjährigen «Jodlerobe» zu Recht stolz sein: Die musikalischen Darbietungen bewiesen das hohe gesangliche Können «seiner» Jodlerinnen und Jodler. Dass sie im Juni vergangenen Jahres am Nordwestschweizerischen Jodlerfest in Reigoldswil die Bestnote erhielten, erstaunt folglich nicht.
Der Einstieg mit dem Sieger-Lied «Sing dis Lied» des Komponisten Bruno Häner, mit sehr feinen Tönen vorgetragen, gab gleich den überzeugenden Einstand – und verriet die anhaltende Freude über den letztjährigen Grosserfolg. Peter Bader, Leiter des Jodlerchors, führte die Sängerinnen und Sänger mit sicherer Hand durch den Abend. Den Programm-Rahmen bildeten die beiden Ansagenden Liane Wälti und Dominic Wiedisbach, beide ebenfalls Mitglieder des Chors.
Unterhaltung und Musik ergänzten sich. Als Zwischenspiel war eine Überraschung angesagt: eine «Jodlerphonie» mit mehreren Blasinstrumenten und vier Jodlerinnen. Es war eine besondere Einlage. Fast wäre sie nicht zustande gekommen, wenn nicht der «Hauswart von Schloss Wildenstein» die abhandengekommenen Blasinstrumente gerade noch rechtzeitig in seinem Leiterwägeli herangekarrt hätte – aber Spass muss sein! Ein weiterer Höhepunkt war die Erklärung des Mottos des Abends: «Ufgfrüscht». Dabei wurde das neue Bühnenbild mit dem «modernen» Schloss Wildenstein gezeigt. Eine zweifellos zeitgemässe Darstellung des Bubendörfer Wahrzeichens.
Gäste aus der Ostschweiz
Als musikalischer Gast zugegen war die in Jodlerkreisen bekannte siebenköpfige Familie Sutter, eine musikalische Familie aus Waldkirch (SG). Originalität, Brauchtum und Natürlichkeit zeichnen ihre Auftritte aus, mit Naturjodel und Liedern nach appenzellischer Art. Markus Sutter, von Beruf Landwirt, seine Frau Ursula (in Obwaldner Tracht) sowie die – mit Ausnahme der Jüngsten – erwachsenen Kinder Jasmin (Schwyzerörgeli und Handorgel), Lukas (virtuos am Hackbrett), Stefanie (Klavier), Fabian (Handorgel) und die 15-jährige Leandra (Schwyzerörgeli) überzeugten mit ihren Auftritten.
Immer wieder stimmig waren auch die ausgewählen Jodel- und Liedtexte des «Jodlerchörli Wildenstein Bubendorf». Die vorgetragenen Stücke schilderten mehrheitlich Auszüge aus dem Alltag mit Freud und Leid, wobei Erstere in der Regel obenaus schwang.