Die Schweiz wächst weiter. Bald sollen wir 10 Millionen Einwohner sein. Doch viele Bürger fragen sich: Wie viel Wachstum verträgt unser kleines Land überhaupt noch? Schon heute sind die Strassen überlastet, die Züge überfüllt und bezahlbarer Wohnraum ...
Die Schweiz wächst weiter. Bald sollen wir 10 Millionen Einwohner sein. Doch viele Bürger fragen sich: Wie viel Wachstum verträgt unser kleines Land überhaupt noch? Schon heute sind die Strassen überlastet, die Züge überfüllt und bezahlbarer Wohnraum ist knapp. Die Infrastruktur kommt an ihre Grenzen. Gleichzeitig wird uns gesagt, dass wir mehr Fachkräfte aus dem Ausland brauchen. Aber ist das sozial und verantwortungsvoll? Wenn wir gut ausgebildete Menschen aus anderen Ländern holen, fehlen diese Fachkräfte dort. Viele dieser Länder haben selbst Probleme im Gesundheitswesen, im Handwerk oder in technischen Berufen. Wir lösen unseren Fachkräftemangel auf Kosten anderer Staaten. Das kann langfristig nicht die richtige Lösung sein.
Statt immer neue Zuwanderung zu fördern, sollte die Schweiz viel stärker in die eigene Ausbildung investieren. Lehrbetriebe leisten einen enorm wichtigen Beitrag für unsere Zukunft. Genau diese Betriebe müssten massiv staatlich unterstützt werden – finanziell und organisatorisch. Wer Lehrlinge ausbildet, investiert direkt in unser Land und unsere Jugend. Die Schweiz braucht Qualität statt unbegrenztes Wachstum. Wir sind genügend Einwohner. Jetzt geht es darum, unsere Infrastruktur, unsere Lebensqualität und unsere Eigenständigkeit zu sichern. Darum braucht es endlich eine klare Begrenzung der weiteren Zuwanderung.
Samuel Strub, Läufelfingen