Im Einsatz für 200 Pferde
08.01.2026 Sport, Weitere SportartenAb heute findet der CHI Classics Basel statt; mit dabei ist Hansruedi Wüthrich. Der Zunzger verantwortet den gesamten Aussenbereich und sorgt mit seinem Team dafür, dass sich rund 200 Spitzenpferde bestens betreut fühlen.
André Frauchiger
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Ab heute findet der CHI Classics Basel statt; mit dabei ist Hansruedi Wüthrich. Der Zunzger verantwortet den gesamten Aussenbereich und sorgt mit seinem Team dafür, dass sich rund 200 Spitzenpferde bestens betreut fühlen.
André Frauchiger
Wenn ab heute Donnerstag zum 15. Mal der CHI Classics Basel durchgeführt wird, ist Hansruedi Wüthrich zum 15. Mal dabei. Zum achten Mal ist er zuständig für den gesamten Aussenbereich dieses Spitzensportanlasses mit den beiden Disziplinen Springreiten und Dressur. Am Turnier nehmen rund 75 Reiterinnen und Reiter teil, mit dabei sind rund 200 Pferde der internationalen Spitzenklasse. Hansruedi Wüthrich ist Pferdezüchter und Gemeindepräsident von Zunzgen. Er freut sich jedes Jahr auf diesen Grossanlass und die Pferde.
Der Zunzger ist seit dem 1. Dezember mit seinem Team, bestehend aus rund 50 Helferinnen und Helfern, für den vollständigen Aufbau des Aussenbereichs zuständig – also für die Stallungen und Abreitehallen. Gestern Mittwoch trafen die rund 20 Ländergruppen mit ihren Pferden, Reiterinnen, Reitern und Betreuungspersonal in zuvor vereinbarten Etappen ab 7 Uhr morgens auf dem Gelände des St. Jakobs in Basel ein. Den ganzen Tag waren die Teams und die Helferinnen und Helfer dabei, die ankommenden Pferde möglichst rasch zu platzieren und zu versorgen sowie das viele Gepäck an die richtigen Orte zu bringen.
Kampf gegen die Kälte
Die grossen weissen Zelte auf dem Gelände mit den Pferdeboxen werden mit Holzpellets geheizt. «Denn die Pferde dürfen auf keinen Fall frieren», erklärt Wüthrich. Dort, wo die Pferdeboxen platziert sind, wurden Isolationsplatten auf den Boden gelegt, um den Boden des Sportplatzes zu schützen. In anderen, ebenfalls geheizten grossen Zelten wurde mit Wasser angefeuchteter Sand als Boden genutzt – für das An- und Abreiten vor und nach den Einsätzen in der St. Jakobshalle.
In den vergangenen Tagen hatte das Team um Hansruedi Wüthrich wegen der sehr tiefen Temperaturen zu kämpfen. Beispielsweise gab es Wasserschläuche, die nicht mehr funktionierten, weil das Wasser darin gefroren war. Dem Wassereinfrieren wurde mit grossen Wasserbehältern in den Zelten erfolgreich Einhalt geboten. Beim mit Wasser gebundenen Sandboden musste darauf geachtet werden, dass dieser nicht gefror. Dies gelang dank gezieltem Heizen. «Dem Tierschutz wird beim CHI grösste Bedeutung beigemessen», wie der Outdoor-Chef Wüthrich, der auch ein Teil des elfköpfigen OKs ist, unterstreicht.
Das Team von Hansruedi Wüthrich ist auch zuständig für das Bereitstellen des Pferdefutters, des Heus und des Strohs sowie für den Abtransport der Abfälle und des Pferdemists. Die angereisten Pferdebetreuenden der einzelnen Teams übernehmen die direkte Versorgung ihrer Tiere. Rund um die Uhr werden die Pferde bis Sonntag versorgt. Auch nachts stehen neben den Pferdepflegerinnen und -pflegern Tierärztinnen und Tierärzte auf Abruf bereit und führen auch regelmässige Kontrollen in den Ställen durch.
Eine Seewerin am Start
Dieses Jahr sind 12 von 15 Top-Athletinnen und -Athleten der internationalen Reitszene in Basel am Start. Darunter Willem Greve aus den Niederlanden – er ist die Nummer eins im aktuellen Zwischenreglement des Springreiten-Weltcups. Alain Jufer als bester Schweizer ist auf Platz 9. Mit dabei ist auch der Deutsche Richard Vogel, Europameister und Weltnummer 6. Ebenfalls mit von der Partie sind der Vorjahressieger am CHI Classics Basel, der Franzose Julien Epaillard, und sein Kollege Kevin Staut.
Erfreulich ist die Präsenz der Schweizer Reitenden. Dazu gehören neben Alain Jufer Steve Guerdat, Martin Fuchs – er hat den Grossen Preis von Aachen 2025 gewonnen –, Barbara Schnieper aus Seewen und Guillaume Gillioz. Die Basler Springreiterin Geraldine Straumann, Tochter des OK-Präsidenten Thomas Straumann, nimmt nicht teil. Mit dabei ist hingegen Isabell Werth: Die Deutsche hat als «Grande Dame» der Dressur in Basel eine grosse Fan-Gemeinde, wie sich im Vorjahr gezeigt hat.
Erneut gross geschrieben wird in diesem Jahr das Showprogramm. Täglich tritt der Schweizer Künstler Peter Marvey mit der «Fliegenden Kutsche» auf. Auf der Website des CHI Classics Basel können alle Neuigkeiten und Infos zum Programm abgerufen werden. Vorgesehen für Besucherinnen und Besucher ist auch eine täglich erscheindende CHI-Zeitung. Zudem gibt es eine neue CHI-Basel-App mit allen wissenswerten News. Am Sonntag wird es im Schweizer Fernsehen eine Live-Übertragung geben.
Reitfans dürfen sich freuen: Nach dem Erfolg im vergangenen Jahr findet der Weltcup-Final 2028 wiederum in der St. Jakobshalle statt, vom 5. bis 9. April 2028.



