«Ich will unseren Sport generell stärken und festigen»
30.01.2026 Sport, Weitere Sportarten«Waldenburger» ist Präsident des Nordwestschweizerischen Verbands
Bis Ende Jahr war Patrick Waldner aus Büren Präsident des Basellandschaftlichen Kantonal-Schwingerverbands. Am Samstag ist der 38-Jährige nun zum höchsten Schwinger der Nordwestschweiz ...
«Waldenburger» ist Präsident des Nordwestschweizerischen Verbands
Bis Ende Jahr war Patrick Waldner aus Büren Präsident des Basellandschaftlichen Kantonal-Schwingerverbands. Am Samstag ist der 38-Jährige nun zum höchsten Schwinger der Nordwestschweiz gewählt worden.
Willi Wenger
Patrick Waldner war bisher Vizepräsident des Nordwestschweizer Schwingerverbands (NWSV) und bis Ende 2025 Präsident des Basellandschaftlichen Kantonal-Schwingerverbands. Am Samstag wurde der 38-Jährige an der Delegiertenversammlung des NWSV in Mümliswil einstimmig und mit Applaus in das verantwortungsvolle Amt des Präsidenten gewählt. Neu in den Vorstand wählte die Versammlung den Mümliswiler «Eidgenossen» Remo Stalder als neuen Technischen Leiter.
«Ich habe mir einiges vorgenommen», kommentiert Finanzspezialist und Unternehmer Waldner gegenüber der «Volksstimme». «Ich will als Präsident meine Aufmerksamkeit primär dem Sport widmen und mich auf das eigentliche Schwingen konzentrieren», sagt der zweifache Familienvater und ergänzt, dass der «Betrieb NWS» in den vergangenen Jahren sehr erfolgreich und gut geführt worden sei. Diesen Weg will der in Büren Wohnhafte durch den Einbau «neuer Elemente» weiterführen. Er denkt unter anderem an das Teilverbandsfest, dem er einen zentralen Stellenwert beimisst. Dieses dürfe kein Selbstläufer sein. «Ich will unseren Sport generell stärken und festigen.»
Zwei «Eidgenössische», 15 Kränze
Waldner ist Bürger von Oberdorf und Mitglied des Bezirksschwingklubs Waldenburg. Entsprechend wird er «schwingerisch» als Baselbieter geführt. Er wohnt aber schon seit 1994 in Büren und wurde dort eingeschult. Mit seiner Partnerin hat er zwei Söhne.
Der neue Präsident findet, dass auch das Brauchtum des Schwingsports mit all seinen Schattierungen gepflegt werden muss. «Für mich gehört dieses, speziell die Pflege der Kameradschaft, zu den unverzichtbaren Elementen.» Er freut sich auf seine präsidiale Amtszeit. Sie stellt einen weiteren Höhepunkt seiner ab dem Jahr 2000 auf dem Predigerhof in Reinach gestarteten und 22 Jahre dauernden Sportlaufbahn mit weit mehr als 300 Festen dar. In dieser Zeit stand er zweimal in einem Schlussgang; 2012 und 2014 am Frühjahrsschwinget in Oberdorf.
Als Aktiver gewann Waldner 15 Kränze. Den ersten Kopfschmuck holte er im Jahr 2008 am Baselbieter «Kantonalen» in Pratteln. Bis zu seinem Rücktritt vor vier Jahren gewann er unter anderem dreimal den Nordwestschweizer Kopfschmuck. Er ist zudem im Besitz aller Kantonalkränze im NWS. «Meine grössten Erfolge sind die Selektionen für die Eidgenössischen Schwing- und Älplerfeste 2010 in Frauenfeld und 2013 in Burgdorf», stellt Waldner klar.
Waldner hat vor, das Schwingen im Verbandsgebiet weiter zu stärken. Er will zusammen mit dem Vorstand, in dem auch der neue Baselbieter Kantonalpräsident Matthias Graber aus Läufelfingen von Amtes wegen Einsitz hat, für optimale Rahmenbedingungen sorgen und neben den Schwingfesten den Trainingsbetrieb weiter professionalisieren. Er freue sich in diesem Sinne speziell auf das in Pratteln geplante regionale Schwingsportzentrum. «Dieses wird im Gebiet Sandgruben gebaut und sicherstellen, dass in Zukunft dort Kaderzusammenzüge unseres Verbands stattfinden können.» Bisher sei dies nur in Aarau und in Solothurn möglich gewesen.
Wicki sagt «Adieu»
lug. Vor Kurzem hat Joel Wicki, Schwingerkönig von 2022, seinen Rücktritt bekannt gegeben. «Mein Körper war nicht mehr bereit, voll ans Limit zu gehen», erklärte er gegenüber «SRF». Dies erstaunt, da der Sörenberger erst 28 Jahre alt ist.
Die Statistik zeigt, dass die Schwingerkönige der vergangenen Jahre immer einiges älter ihre Karrieren beendeten. Matthias Sempach (König 2013) beendete seine Karriere 32-jährig, Jörg Abderhalden (1998, 2004 und 2007) sowie Matthias Glarner (2016), gaben 33-jährig ihren Rücktritt bekannt, Kilian Wenger (2010), mit 34, Christian Stucki (2019) mit 38 Jahren, und Nöldi Forrer (2001), gar erst mit 43.



