Hitzetage
02.07.2026 BRIEFEBegrünen als Lösung
Nach der 39-Grad-Hitzegrenze in jüngster Vergangenheit wird dem hintersten und letzten Erwachten klar, dass etwas angegangen werden muss, was das Klima betrifft. In den neuesten Nachrichten wurde auch über Berlin ...
Begrünen als Lösung
Nach der 39-Grad-Hitzegrenze in jüngster Vergangenheit wird dem hintersten und letzten Erwachten klar, dass etwas angegangen werden muss, was das Klima betrifft. In den neuesten Nachrichten wurde auch über Berlin berichtet, da die Stadt die Grenze von 41 Grad erreicht hat. Doch schauen wir vor unsere eigene Haustür, wie man so schön sagt. In unserem Dorf Sissach bewegt sich langsam, aber sicher etwas, sprich: Begegnungszone mit einem Baum. Nun, ob ein Baum etwas grossartig verändern kann, ist fraglich – und ob die Bevölkerung damit etwas anfangen kann? Ich persönlich glaube, dass wir primär vom Teerbelag wegkommen müssen, doch dies hat die Überbauung am Bahnhof leider nicht verstanden. Im Weiteren ist Begrünung essenziell, denn Bäume, Sträucher und Pflanzen kühlen die Luft und reinigen unseren Sauerstoff. Das berühmte grüne Hochhaus «Bosco Verticale» in Mailand nutzt seine üppige Vegetation (mehr als 800 Bäume und 20 000 Pflanzen) als natürliche Klimaanlage. Studien zeigen, dass zum Beispiel Fassadenbegrünungen die Oberflächentemperatur um bis zu 30 Grad senken und die Innenräume um circa 2 bis 3 Grad kühlen.
Ursache der Kühlung: Der Effekt entsteht primär durch Schattenwurf sowie Verdunstungskühlung (Evapotranspiration) der Pflanzen. Mir wurde gesagt, dass eine Hausbepflanzung bis zu 6 Meter Kühlung abgibt. Weitere Vorteile: Die Bepflanzung filtert Feinstaub, absorbiert CO2 und dämpft den städtischen oder dörflichen Lärm. Ähnliche Konzepte der Gebäudebegrünung – oder Strassenbegrünung – wurden mittlerweile auch in der Schweiz realisiert, wie etwa beim Wohnturm «Aglaya» in Rotkreuz, wo begrünte Fassaden das Mikroklima regulieren.
Diese Begrünung durch Bäume – oder andere Bepflanzungen – kann man auch ohne diese Fakten sehr gerne in unserem Quartier feststellen, denn es ist gefühlt ein riesiger Unterschied, wenn man durch dieses oder den begrünten Ebenrain-Park schlendert. Ich wünsche mir nach wie vor eine Begegnungszone, die zum Schlendern und Wohlfühlen animiert und das Gefühl von einem Willkommen verleiht.
Francine Kara-Horand, Sissach
