Hitzesommer
01.09.2026 BRIEFEWohlstand und Natur
Wie schön der Name Grün nur tönen mag. Grün bedeutet eine gesunde Natur, aber auch leuchtende Pflanzen. Was mag da im Sommer dieses Jahres nur schief gelaufen sein? Dass es über die vergangenen Jahrhunderte immer wieder ...
Wohlstand und Natur
Wie schön der Name Grün nur tönen mag. Grün bedeutet eine gesunde Natur, aber auch leuchtende Pflanzen. Was mag da im Sommer dieses Jahres nur schief gelaufen sein? Dass es über die vergangenen Jahrhunderte immer wieder ähnliche Wetterextreme gegeben hat, ist so sicher wie das Problem, das vor Kurzem über Europa gezogen ist. Ist es vielleicht wieder einmal ein Wink mit dem Mahnfinger an unsere stark strapazierte Natur und unsere im Wohlstand versinkende Lebensweise?
Ein künftiges, aber nicht viel kleineres Problem für unsere bis vor Kurzem stark leidende Landwirtschaft sind die immer strengeren und neuen Vorschriften wie die bevorstehende Ernährungsinitiative, die mit einer vorgeschriebenen vegetarischen Selbstversorgung von 70 Prozent wirbt. Was für ein Unsinn, und das in einem Land mit rund 50 Prozent Gras- und Weidewirtschaft, wo wirklich nur mit vernünftiger Tierhaltung und vorwiegend mit Viehwirtschaft sinnvoll bewirtschaftet und Fleisch produziert werden kann.
Noch schlimmer für die Zukunft ist, dass über die ganze Schweiz eine massive Renaturierung der öffentlichen Gewässer am Anlaufen ist und die produzierende Landwirtschaft nochmals massiv schwächen wird. Auch die heutige, über ein Jahrhundert gewachsene fossile Energiebeschaffung innert Jahren komplett auf CO2-neutral umzustellen ist nahezu eine Bankrotterklärung für die ganze Schweiz.
Es ist mit Sicherheit ein Irrglaube, dass dieser heisse Sommer nur durch unser Verhalten beeinflusst worden ist. Mag sein, dass der totale und übertriebene Wohlstand bei uns nicht unbedingt förderlich für unser Klima wirkt. Was aber sicher ist: Die ganze Menschheit, ob links oder rechts, profitierte von unserem sehr hohen Wohlstand, ist aber natürlich immer der Meinung, die andere Seite sei der Verursacher des Klimawandels.
Paul Eschbach, Diegten
